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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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I. Cap. Hl. Abth. von der Lehre.

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Gemeinen verordnet. Er starb aber bald nach sei-ner Ankunft in America. An seine Stelle wurdeA. 1749. Hr. M. Israel Acrelius zum Probsterwähnter Gemeinen berufen. Die Jnstruction,die ihm deshalbcr von dem königl. Eonsisrorio in Upsalertheilet worden, verdienet, daß sie als ein wichtigesStück allhier eingerücket und aufbehalten werde.

Beystand überwunden. Der Zustand der Deut-schen in Pcnsylvanien war überaus betrübt. Man-che innren.zwar in ihrer Jugend getauft worden,hatten sich 'aber niemals zu einer Kirche gehalten,undwaren ohne allen Unterricht in der christlichen Reli-gion geblieben, welche aber nun nicht nur die Pre-digten fleißig besuchten, sondern sich auch zum Ge-nus des hsil. Abendmahls unterrichten und präpa- Sie ist folgendermaßen abgefaßt: 5 )rircn liessen, und dabey zu einem rechtschaffenen ,,Nachdem der Pastor an der Christinengemeine,Ernst selig zu werden, erwecket worden. Viele ande- „der ehrwürdige und hochgelahrte Hr. M. Israelre waren ganz und gar ohne Taufe aufgewachsen, „Acrelius, von Ihro königl. Majest. unserm aller-und hatten sich entweder zu andern Partheyen qe- „gnädigsten Könige, kraft gnädiger Vollmacht, zumhalten, oder sie hatten ohne alle gemeinschaftliche NeU„Probst über den schwedischen lutherischen Gemei-ligionsübung gelebet, und daher ist es nun geschehen, „nen in America, an des Hrn. Probsten und Pasto-daß sich öfters erwachsene Personen, auch wohl gan- „ris, M. Johann Gandins Stelle, welcher mitze Familien, Eltern und Kinder, oder auch Geschwi-„Tode abgegangen, verordnet worden: als hatsier nach vorhergegangener Unterweisung zusammen „das Eonsistorium für nöthig erachtet, gedachtemhaben taufen lassen. Wie man nun den grossen „Herrn Probst, M. Acrelius, folgende Jnstructi-Verfall der dasigen Gemeinden hieraus erkennen kan, „on zu ertheilen, wornach er sich in dem ihm gnä-in welchen sie mir der Zeit noch tiefer würden gerathen „digst anvertrauten Probstamte zu richten hak.seyn ; also hat man Ursache, um desto mehr GOtt zu! ,,1. Beobachtet der Herr Probst aufs genauestepreisen, daß er sie mit ordentlichen Lehrern versehen Falles, worzu er sich bey Annehmung des Prcdigt-hat. Zudem sind'unzchligeReligionen und SectewamtS sechsten durch einen theuren Eid verbindlich4 n America, als nur in der Welt seyn mögen, von'gemacht; und soll ihm das insonderheit ums Herzewelchen manche Zuhörer zuweilen eine. Predigt an- seyn, daß er keine andere Lehre weder bey sich selbst he-.^ ^ ^ ^ get, noch auch seinen Zuhörern vortragt, und ausbrei-tet, als die in GOttes heiligem? Worte gegründet,

höre», und wenn sie nun erfahren, daß man die Seligkeit nicht auf das blose äuserliche Kirchengchen

gründet, wie sie von den, bey ihnen sogcnanten, und in unsern Symbolis und symbolischen Büchern

Kirchlcuten glauben, sondern auf ein rechtschaffenesEhristcnthultt dringet, so werden sie viel geneigter,und hat dahero auch ein Separatiste seine Kindertaufen lasten; inglcichen haben Kinder von menno-mstischcn Eltern, oder auch Quäcker die heilige Taufegcsuchcr und empfangen. Das merkwürdigste ist,daß der barmhcrtzige GOkt bey dieser Gelegenheitauch manchen Heyden das Licht des Evangelü auf-gehen läßt. Wie denn unter andern, bey dem Be-such einer Frau, eine Negerin oder schwarze Sclavin

verfasset ist; wie ihm denn auch oblieget, in diesemStücke gleichfals auf diejenigen, so seme Mitbrü-ber in dem Amte sind, gebührende Aufsicht zu ha-ben.

„2. Soll er getreulich die Catechismuslehretreiben, und mit unverdrossenem Flcis dahin sehen,daß unsere an einem so entfcrnetem Ort sich aufhal-tende Glaubensbrüdcr, aus allen daselbst befindli-chen schwedischen Gemeinen, in dem ErkentnisGOttes und unsers HErrn JEsu Christi, und den

hinein gekommen, welche eine Lust zur chrisilichcn'übrigcn Stücken der christlichen Lehre mögen beve-Religion und wahren Erkentnis zu haben bezeiget,'ftiget werden: und damit dies so viel mehr mögebc-

und mit der man cktvas in englischer Sprache redenkönnen. So sind auch bey der Einweihung der Kir-chen zu Providenz z. schwarze Mohren getauft undöffentlich eraminiret worden, und hoffet man, daßderHErr, der diese herziigeführet/ künftig auch nochmehrere hinzuthun werde, e)

Auster den bisher erzchlten vereinigten lutheri-schen Gemeinen giebt es auch noch einige andereGemeinen in Pcnsylvanien und Jersey, die von derKrone Schweden abhängen und von ihr mit Leh-rern versorget werden. Im Jahr 1747. wurde Hr.M. Johann Sandln zum Probst und Pastor dieser

fördert werden, soll er nach der Hand-uso viel sichsimmer will thun lassen, in allen Gemeinen Prcdigk-und Catechismusepamina suchen in Gang zu bringen,und zum öftern behörigermaffen anzustellen, spwolöffentlich in den Kirchen, als absonderlich in denHäusern, insonderheit mit den Kindern und mit derJugend, als a>lf deren gründliche Unterweisung derkünftige geistliche Wohlstand und Wachsthum dieserGemeinen beruhet.

„ z. Zu dem Ende lieget es dem Herrn Probstenob, so bald er nach seiner Ankunft in America sich diePyy yyy y 2 Be-

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