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k. Cap. m. Abth. von der Lehre.
ren ordentlicher Lehrer Krankheit halber den Dienstzu verrichten unvermögend ist.
„8- Weilen es, welches zu beklagen ist, verlau-tet,daß insonderheit die Herrnhutische oder zinzendor-
viel naher bekant machen können, lieget es ihm ob,so öfters als nur immer geschehen kan, nach Inhaltdes Kirchen, Gesetzes Cap. 24. §.19. Visitationesanzustellen, und sich so dann den Zustand der Ge-
fische Sccte sich in denen amerikanischen Gemeinen meinen, nebst ihrem Wachsthum in der Erkentniß
ausbreiten soll. und zu befürchten ist, daß diesel,bige sich noch mehr einwurzeln dürfte, weil derPrediger LAybcrg, g) welcher für einigen Jahrenzum Dienst der Gemeinen in Lancaster von hier ver-sandt worden, die zinzendorfische Satze angenom-men haben, und dieselbigen mit allem Eifer ver-theidigen soll; Als lieget es dem Herrn Probst ob,
der christlichen Lehre und deren Ausübung bekant zumachen : wie auch bey selbiger Gelegenheit mit demLehrer der Gemeine überlegen, was in diesem oderjenem Stück zum Nutzen und Erbauung der Ge-meine nöthig und dienlich seyn tönte.
„iO. Bemühet sich der Herr Probst, insonder-heit aber bey seinen AmtSbrüvern, welche er, und
sich bey seiner Ankunft den Zustand der Gemeinen sie ihm mir Ehrerbietung unter einander sollen suchenin dem Stücke genau bekant zu machen, und so zuvor zu kommen, in Liebe, Freundschaft und zu-viel bey ihm stehet, mit Beyhülfe und Zurathzie, rem Vertrauen zu stehen, bannt alle Geschäfte un-
hung (gemeinsamen Rath) der übrigen Prediger,alle Irthümer und deren schädliche Ausbreitung zuhemmen zu suchen.
„Eine so heilsame Absicht, erachtet das Consi
ter des Höchsten Beystand und Seegen; zur Ehredes grosen GOttes, so viel besser mögen ausgerich-tet werden können, und die Wohlfahrt der Gemei-nen dadurch befördert werden: alle heimliche Aule-
storium, könne nechst göttlicher Gnade am leichtesten gungcn aber und betrügliche Versuche, so viel ehererreichet werden, wenn der Herr Probst Gelegen- mögen entdecket, und durch GOttes Gnade so vielheil suchet mit denen zureden, die dieser Lehre zuge- leichter aus dem Wege geräumet und an die Seitethan sind, und unter freundlichen Umgang sie dahin geschasset werden
vcrmöget, daß sie ohne Vorbehalt ihre Gedankenvon den Stücken offenbaren, worinnen sie auf ei-nige Weise von unserer cvangclischluthenschen Leh-re abweichen, woher man Anleitung haben könte,sie mir sanftmüthlgcm Geist zu unterrichten, wassie nach dem geoffenbarten Wort GOttes glauben
„ 11. Trägt der Herr Probst Vorsorge, daßgleich nach ihrer glücklichen Ankunft behörige In,troductiones m den Gemeinen angestellet werden,mit den Ceremonien, so hier in Schweden gebräuch-lich sind, und auf die Weise, als das 2 z. Cap. desKirchengesctzcö vorschreibet: bey welcher Gelegen-
müstcn, und alle betrügliche Lehre fahren lassen,, heit auch die Inventaria der Kirchen in Beyseynwodurch GOttes Name vcrunheiligek, seine Gemeindet Kirchenvorsteher und der Aeltesten der Gemei-ne beunruhiget, und viele Menschen in äusserstejnen übersehen werden; und kan der Herr Probst,Gefahr ihrer Seelen gebracht werden könten. Wo-.was seine eigene Person betrift, einen geschickten
und würdigen Prediger von den deutschen Lutheri-schen ersuchen, der ihn inaugurire, und nachge-hends sechsten die übrigen installiren, und dabeyzu Assistenten deutsche Prediger gebrauchen, nach-dem es denn die Gelegenheit und Umstände an dieHand geben,
„i2. Der Herr Probst nimk sich nicht nur fürseine eigene Person in acht, sondern siehet auchdahin, daß die übrigen schwedischen Prediger sichnicht in politische Geschäfte mengen, indem sie alsfremde und solche, die die Gesetze und Sitten desLandes nicht kennen, sonst nichts damit ausrichtenwürden, als die Gemeine beunruhigen, Kaltsin-nigkeit zwischen Lehrern und Zuhörern erwecken,und allerley Verwirrung und Unordnung anrich-ten.
„1;. Damit das Eonsistorium so viel baldigerenund hinlänzlichern Unterricht von dem Zustand al-ler amerieanischen Gemeinen haben möge, und ine) Von diesem Manne haben wir oben einige Nach-!vorkommei,dcn wichtigern Geschäften dessen Beden,richt gegeben. j Vyyyyyyz. ken
von diejenigen eine um so weit schwerere Antwortung abzulegen hätten, die bemühet wären, Seelen zu verwirren, und sie von der Einfalt in Chri-sto abzuziehen.
„Was den Prediger 27 lseberg angehet, soll derHerr Probst seine Meynungen in Religionssachengenau erforschen, und fals cS befunden wird, daßer von der Wahrheit unserer reinen Lehre abgewi-chen, die er sich doch in seinem Predigercide so theu-er verbunden zu halten und zu predigen, ihn imNamen des Eonsistorii, und von seines Amteswegen treulich warnen, und brüderlich bestrafen,und ihn dahin vermögen, daß er ob wem Wortehalte, das gewiß ist und lehren kan, und sich vonkeiner betrügliche,, Lehre hinreisten lasse.
„9- In Ansehung dessen, welches im vorherge-henden §. berühret worden, und damit sich derHerr Probst den Zustand einer jeden Gemeine so