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I. Cap.' III. Abth. von der Lehre.
kentnis schriftlich übergeben, so wurde ihm Er-laubnis gegeben, zu Jorkron und denen damit ver-einigten Gemeinden, allwo er bereits zuvor einen Leh-rer abgegeben, aber auch viele Verwirrungen an-gerichtet hatte, bis auf nähere Ordre von den christ-lichen Synoden in Holland/zu predigen und die Sa-kramente zu verwalten, g)
Mittlerweile war auch Hr. Schlatter selbst von
nern Theil der philadelphischen und germantowni-schen Gemeinde, in welcher Hr. Gchlatter rechkmä-sig berufen und gehörig eingesegnet war, auch seinAmt mit aller Treue verwaltete, zu versehen. Hr.Barcholomaus, der nach Tolpenhakcn gesetzetwurde, war meistemheils krank; und die Gemein-den waren also, wenn wir den Hrn. Lsydich aus-nchmen, der in den Gemeinden von Falknerschwam
den vereinigten Gemeinden zu Philadelphia und und Providenz zum Lehrer verordnet wurde, durch
Geriiianrorvn zum ordentlichen Prediger erwehlet,und von dem Hrn. Böhmdazu confirmiret worden.Er trat dieses Amt mit dem Anfange des Jahrs1747. an, seit welcher Zeit er alle Sonntage, wenner nicht auf der Reise gewesen, bey beiden Gemein-den geprcdiget; und, um sie mit der That zu über-zeugen, daß es nicht um das Brod wäre, hat er daserste Jahr kein Solarium begehret, noch genommen.Nachdem er nun befohlnermassen den christlichen Sy-nodis in Holland und der Classe von Amsterdam vonZeit zu Zeit Bericht erstattet hatte, in was fürZu-«stande sich die Gemeinden befanden, und was er un-ter ihnen verrichtet; so war man nun in Holland auch
Hülfe beyzusprin-
die übersendeten Prediger wenig gebessert, r)
Das Vetrübteste war, daß die Berichte und Briefe,die Hr. Schlatter nachgehends nach Holland sandte,durch die damaligen Kriegsunruhen und andere Zu-fälle, meistens verloren gicngcn, dahingegen durch ei-ne gewisse Person, vermuthlich durch Hr. Steinern,denen Deputirten des Synodi verschiedene miSgün-stige und partheyische Berichte eingeliefert wurden,denen es an Zulagen nicht ermangelte, den Hrn.Schlarrer verdächtig zu machen. Als man nundieser Umstände halber sowol in Holland alsinPen-sylvanien in äuserste Verlegenheit gerieth, so wurdeden i z. December 1752. zu Philadelphia ein äusser-ordentlicher SynoduS angestellt, und darinnen ein-
darauf bedacht, ihnen mitthätigergen. Und da man gewahr wurde, daß der gröste mürhig beschlossen, den Hr. Schlatter nach HollandMangel an Lehrern sey, so sendete man in kurzem vicr!abzusenden, um mündlich und schriftlich den dasigenLehrer dahin. Solche waren Hr.Domin.Barrholo-jSynoden von dem Zustande der pensylvanischen Kic-inäus,Hr.Joh.Jac.Hschreminer,Hr.Joh.Phil. chen Meldung zu thun, und auf das nachdrücklichsteCepdich, und Hr.Stciner.Sie kamen auch insgesamt und demüthigst? auf kräftig wirksame Hülfe und Un-glnklich in Pensylvanien an.AlleinHrn.Hochreuriner, terstützung anzudringen. Drey Prediger nahmen aufanbetreffend, hat es GOtt gefallen, denselben durchssich, den Dienst des Hrn. Gchlarrers in seinen Ge-cinen unvcrmutheten und sehr schmerzlichen Zufall'mcinden in seiner Abwesenheit bestmöglichst wahrzu-wegzurücken, gerad in dem Augenblick, da er reisefer-'nehmen. Ohngeachtct nun Hr. Schlatter seit 5
tig stund, seinen heiligen Dienst bey der zahlreichenGemeinde zu Lancaster, die ihn rechtmäsig berufenhatte, anzutreten. Denn seine Flinte, aus welcherer die Kugel, womit er sie im Schiffe geladen hatte,herausnehmen weltc, ohne die dazu nöthige Rüstungzu haben, gieng in seiner Hand los, und traf ihn so,daß, als man ihm berichten wolte, der Aelteste undsein Pferd stehe bereit ihn abzuhohlen, er rod gefun
Jahren kaum einige Ruhe genossen, so nahm er dochaus Liebe gegen die armen hirtcnlosen Gemeinden,mit Hinterlassung seiner hochschwangern Frau, diesebeschwerliche Reise über sich, und nachdem er mildennöthigen Jnstructioncn und andern Schriften ver-sehen war, ging er den ;. Febr 175 1. zu Schiffe,und langte den 12- April zu Helvoetsluis glücklichan. Er erschien darauf den z. May in der Ver-
ven wurde. Man fand die Predigt, die er zum'samlung der ehrwürdigen Classe von Amsterdam,
Anzug halten wollen, geschrieben bey ihm, da sie dennHr. Schlauer durch den Druck bekant gemacht.Ein anderer von diesen Predigern, nemlich Hr.Steiner, an statt den Frieden, dicEinigkeit und Er-bauung zu befördern, und in der Gemeinde zu Lan-
wieS seine Instruktion von dem Ehrw. Lucm ausPensylvanien, und bath sich Zeit und Gelegenheitaus, um die nöthige Entdeckung der Sachen zu ge-ben. Die Elaßis sahe sowol die Weitläuftigkeit alsWichtigkeit dieser Sache ein, und befand daher für
caster, die seines Dienstes begehrte, das Werk eines gut eine Commißion deshalbcr zu setzen, wozu siebenevangelischen Lehrers zu treiben, lies sich zu einem Prediger in Amsterdam verordnet wurden, nemlichunglückseligen Werkzeug gebrauchen, den sehr ge'Hr. Gerhard Nulenkamp, Hr. Johannes vanwünschten und blühenden Frieden zu stören, indem erHer Vl'orm, Hr.JacobTücken,Hr. Johann vansich bewegen lies, ohne rechtmäßigen Beruf und Be- den Broeck, Hr. Hermann van Los, Hr. David
stärigung von der Kirchen, den Dienst bey einem t lei>
n) Freiem, Pastor Mamlungcn r. XII. x. r;z. 254-265. 271.276. 5g. 286.5g. 294. 297.
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