lk. Cap. von dem Gottesdienste.
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zu Berlin, den ersten Stein zum Grunde dieserKirche im Namen Ihre Masest. gelegct. r)
Der Herr Cardinal Okuirinihat in einem Schreieden von Brescia den >8 Sept-1749. an den Hrn.Fsrmey, beständigen Secretaire der königl. Aka-demie der Wissenschaften zu Berlin zu erkennen ge-geben, daß er aus seinen eigenen Mitteln zu demVan der katholischen Kirche zu Berlin 1220. Du-katen gewidmet habe, er verspricht auch in solchemSchreiben, von Hrn. Ulerchiori zu Venedig eineprächtige und kostbare Statue, die kn gedachte Kir-che gesellet werden solle, verfertigen zu lassen, weß-wegcn er schon den Contract mit bcmcldeten Künst-ler geschlossen habe. Es soll diese Statue ungefähr9 Fuß hoch werden, 702. Ducaten kosten, und dieErscheinung Christi vorstellen, wie er sich der Ma,ria Magdalena in Gestalt eines Gärtners gezei-gt. 5)
Die Beytrage anderer zu diesem Kirchenbausind auch, wie in denen öffentlichen Zeitungen ver-schiedeucmal berichtet worden, sehr ansehnlich aus-gef-llen. Zu Rom wurden darzu 42522. Reichs-gulden gesaimulet. Ihro kayscrl. Masest. liefen denbeyben Collcctoribus., die im Novcmb. 1748- zuU)ien waren, 1200. SpecicSducaten zu diesemKirchenbau auszahlen, und das Hochstift Regeii-spurI hat eben dazu 2155. fl. überreichen lassen.
Den zi.Oct. >752. haben der Herr Graf v-NRorhenbuvL und der Hr. Baron von Schweerrs,als DircctoreS dcs Baues der katholischen Kirche zuBerlin ein französisches Schreiben an den Generaldes Dominikanerordens nach Rom abgelassen, undihm darinnen Nachricht gegeben, daß die künftigeVerwaltung des Gottesdienstes in der katholischenKirche zu Berlin durch die Dominicanermönche,welche sich seit vielen Jahren zu Berlin aufgehal-ten haben, oder durch die Domonicanermönchcausdem Kloster Halberstadr lediglich, und sonst durchkeinen andern Mönchsorden, auf königl. Ordre ge-schehen solle. Der General der Dominicaner zuRom communicirte vorbcmeldcteS Schreiben in ei-ner besondern Audienz an Ihro Pabstl. Heiligkeitzu Anfange des Decemb. 1752. uud der Pabst hörete die Lesung dieses Briefes mit einem unaussprech-lichen Vergnügen an, und bezeugte, daß er diesenAnfang als eine glückliche Vorbedeutung ansähe,welche den Fortgang der katholischen Religion an ei-nem Hof und in erner Stadt, welche eine der be-
r) Die Solciinitatcn, welche bey Legung dicsesGrund-steins den >z. Iul. 1747, voraeganqc», werden mitmeh-rern bckchrieSen ,n den kirnten p. 422-407.
;) r?,eh. D. KrastS neue theolog. Biblisch-1'. 6, p.780.Ul. Lheil.
trächtlichstcn in Deutschland, .ankündigte. Dasvorermeldece französische Schreiben findet man inder Leipz.fsrtgeletzr.Sa 11ml. 1751.^262. ganzeingerückt.
2) Wurde in dem prächtigen Invalidenhause zuBerlin vordem Oranienburgcrthore aufköniglichenBefehl auch eine katholische Kirche aufgerichtet undden 19. Novemb. 1^48- unter einer vollständigenVocal und Instrumentalmusik eingeweyhct. DerHerr P. Dominicus Tork, PredigerordensundGeneralprediger, welcher der königlichen Armecundder römischcatholischen Gemeinde zu Berlin schonüber 28. Jahr vorgestanden, verrichtete diese Cere-monien, und hatte den Te>t zur EinwcyhungSpre«digt aus Genes. 28, i? genommen. Er kündigtezugleich der römischcatholischen Gemeinde an, daßder Hr. P. pauli, Dominikanerordens, zu ihremkünftigen ordentlichen Prediger und Seelsorger er-nennet worden sey; die Kirche aber empfing denNahmen von dem Ritter St. Georgen.
z) Wie man versichert, so haben auch Ihro Masest.in Preussen denen Römischcatholischen im Fürsten-rhume Mörs eine Kirche zu bauen erlaubet, t)
4) Ist denen Römischcatholischen, nach dem zwi-schen Sr. Churfürst!. Durchl.von der Pfalz u.dene»Freyherr!, ^irschbornischen Descendenten,wegender Herrschaft Zwingenberg am Neckar, getroffenenVergleichs und geschlossenen Kaufkontrakts d.datoMannheim den 12. Febr. 1746. eine Kirche zuSrrümpfelbronn überlassen worden, dergleichensie vorhcro daselbst noch nicht gehabt hatten, u)
5) Liesen die Ungarischen Herren Generale undOssicicrö bey der alliirten Armee in denen Nieder-landen die baufällige Eapelle der Ungarischen Na-tion zn Aachen 1748- von neuen erbauen, und derHerr Generalmajor Morocz, der von dem Hrn.Feldmarschall, Grafen von Bathyani dahin ge-sendet worden, legte den Grundstein darzu den ;cenOctob. 1748- auf welchen auch eine besondere latei-nische Inskription gesetzet wurde x)
6) Wurde schon 1745. den letzten Iunii die neuerbauete Kirche St. Sulpicii mit ganz besondernPrachte zu Paris eingeweihet, und es kam deß-wegen eine besondere Schrift heraus unter dem Ti-tel: Leremonic; cie Is Oeciicacc ec Loniccration cchl' Lglils äe 8. 8ulpicc ä karir. (über le Ivlercicr 1745.in 4. 29. Seiten. In dieser Schrift wurde alles,
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rj Sieh- kcLl, D. XHl. x. 406.4^7.
u) I. c. 1. XII- p 5-
x) 1 . c. I.XUt ? Z9?''4°?>.
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