1564 lV. Fortsetzung von
Auscrdem haben auch noch Ihr» Königl. Majest. 'in Däiliiemark in dem schon vorher num. 7. ange-jeigten Edier voni 29. Novemb. 1748-versprochen,daß, da die Reformirke Religion schon ihre freyeReligions-Uebung zu «Lopeiihagen habe, dleseni-gen, welche sich zu derselben bekennen, und daselbstniederlassen werden, eben dieser Freyherr gemessenselten, f)
i) In Schweden, selbst in der Königl. Resi-denz-Stadt Stockholm haben die Rcsonnirren,auf erhaltene königliche Erlaubniß eine Kirche aufdergrosen neuen Gasse 1748- aufzubauen angefan-gen, ß) und der Priesterstand hat also mit seinernachdrücklichen Vorstellung, welche er wieder diesekönigliche gnädigste Erlaubniß in einem unterthä-nigstcn Memoriale cke staro Stockholm den 7.Decembr. 1747. an die Schwedischen Reichsständegethan, b) nichts ausgerichtet. Inzwischen habendie Rcforinirten zu Stockholm, bis diese Lurche fer-tig wird, ihren Gottesdienst in einem Privathause ge-halten , uudHr. Voullackc-auS Genrvgebürlig,Prc-diger bey gedachter Gemeinde, hat in solchem den io.August >749. seine erste Predigt gehalten: So hakman auch im Jahr »748- vernommen, daß Sc.Mas. der König von Sardinien entschlossen seynsolle, den Reformirtcn in den Piemontesischen Thä-lern die freye RcligionS-Uebung wieder zu verstattenund alle Unterthanen zurück zu berufen, welche derReligion wegen diese Thäler verlassen hatten.i) Wirkönnen aber nicht zuverläßig versichern, ob diese kö-nigliche Erlaubniß nach der Zeitwürcklich vollzogenworden sey.
2) Wegen der Reformirten Dohmkirche zu Berlin,so bisher nahe beydem Schlosse gestanden, und sehrbaufällig worden, haben IhroKömgl. Mas. in Preus-sen beschlossen, dieselbe abbrechen u. an einem andernOrre viel prächtiger erbauen zu lassen,da inzwischen dieDomgcmeinde in einer andern Kirche zusammenkomt. Die letzte Predigt ist 1747. in dieser altenDomkirchc gehalten worden, k)
Es wurde arrch diese neuerbaute Oberpfarr-nndDomkirche >750. völlig zu Stande gebracht, undden 6 Sept. in höchster Gegenwart beyder Königin-nen Masestären und des königl. Hauses feyeUichringewcyhet. Der Könrgi. Consistorialrath und äl-teste Hofprcdigcr Hr. ck.F. W Sack verrichtete dieElnweihungs Predigt über r Pctr. 2.v s. Und auchihr rc. Er handelte aus dem Tcrt von dem wich
t) Eich. t cclek. 7 ^. XN. p.
x) El-H. Irccwü 1 '. Xltl. y^6.
ch Suh.l c. "r. c^'<>,5 allivo dieses nachdrück-
iche Memorial ganz rnlgcrückr ist.
») Sieh I. c. t . Xrti. p. z«6.
Elch. l. c. 1. XU1. p. 4»i.
> 1746. bis 1750.
ren Gottesdienste der Lhrisien, und erklärte son-derlich diese 2 Sätze 1) bcräulerlichc Gottesdienstist eine Pstichr vernünfliIer Uscuschen, und inder menschlichen Gesellschaft von dem qröstenNutzen. 2) allein der Mensch muß dabey nichtbestehen bleiben, sondern sich desselben, als ei.ner Anleitung zur innern Besserung und Hei-ligkeir bedielten, als welche der eigentliche undwahre Gottesdienst ist. Der Hr. 'Verfasser hatdiese EinweyhungS Predigt nachgehende, zum bestendes Magdeburgijchcn reformirten Maysenhauses aufz Bog. in 8- drucken lassen, und an den Durch!.Prinz Friedrich von Preussen, welcher bey dieser Gc-legenheit zum erstenmahl dem öffentlichen Gottes,dicnste beygewohnet, eine Zueignungsschrsst vorgese-tzet, in welcher er die große Hofnung an diesem zar-ten Prinzen rühmet. Nachmittage um z Uhr legreder zweyte kömgl. Hofprcdiger Hr. Wilmsrn, in die-ser Kirche gleichfalö eine Einweihungspredigt übcrPs. 26. v. 28. ab: Herr ich habe lieh rc. *)z) Zu Arolstn hat der Durchlaull-rigste Fürstvon Waldeck den ref?»»i rren Glaubkt.sgenos^>'en die freye Religions Übung ertheilet, und ihnennicht nur einen Platz zur Kirche gnädigst anweisenlassen, sondern auch die nöthigen Materialien dazugeschencket, und i'ibcrdicß dieser reformirten Gemein-de alle K'rchenrcchte, oder sogenannte lur., 5l- Iro^neElnschränckunq, nebst dem freyen Gebrauch terGlo-cken und Orgel mitgetheilet. Nachdem nun unnrBeytritt vieler hohen Herrschaften und k^rijcniicr»der Bau dieser neuen Kirche so weit fertig worden,daß am Michaelisfest als den 29. Sept. i /tO. deröffentliche solenne Gottesdienst darinnen gehalten»verdcn können, so hat der dasige erste rcformirtc Pre-diger, Hr. Goldmacher die Einweyhungspredigtüber i Reg. 8« v. r8- zo. gehalten, vor und nach derPredigt aber wurde eine prächtige Vocal und In-siruinentalmusic von den dasigen Hofmuzios ausge-führet, und sodann mit dem 7 c vcuiuUull^inu!. diesefcyerliche Handlung gccndiget. I)
4) Den 27. Sept. » zv. wurde zu B-eslauin der daselbst erbauten neuen R.so mh tt i»ch^ der erste Gottesdienst gehalten, und hielt die Ein-wcyhungsprcdjgt der königl. Hofvredigcr l>r. Loooüber die Worte Ies. 2. v. z Lome, lasstkuns rc.diese Predigt «stauch nach cerZeirzu Breckan r-ziauf z Bogen in 4. gedruckt worden, unter dem Ti-tel: D«c, den,»»ct^rtsclic» en GMrrcskck jzre,hühi c„r c Vor »'»g- »md Ebr» r l erigk , und dasist auch die Sache, die der Hr. Hofpred.ger und or,deutliche Lehrer (er rrfornurleu GcmcindezuBe.'-__lau,
*) kcc!.^ I'. »6. p. 4;z. 4x4.
I) Sieh. i. c, 1'. X.V. p. 7P0.