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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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II. Eap. von dem Gottesdienste.

lau, Hr. Loos, aus dem Einweyhungs- TerteIes.2. v. z abgehandelt hat. Denn aus demselben er.klaret er i) worinnen die, den öffentlichen Gor»teshäui'ern gebührende D-rzügennd Ehrerbic-rigkeii bestehen. 2) Welches die Absicht unddas vorhaben bey dein Besuch derselben seynsolle. Im Eingänge meldet er unter andern, daßseit 1675 da der lczte HertzogdcsPiastischen Stam«nies Georg Wilhelm Todes verblichen, aller öffent-licher Gottesdienst den Reformirten in Brieg, Lieg.nitz und an andern Orten untersaget worden, wei-cher reformirte auch zu Breslau i6zo aufgchörcthabe, von welcher Zeit an sich die Reformirten zuBrcs'air nach Llssa in Pohlen zum Gebrauch desheil. Abcndmals halten muffen. Es erzeiget auchhierbei) einen merckwürdigcn Umstand *) von demletzten Prediger der reformirten Kirche zu BreslauAnton Brim!'eittus. An eben diesem Einweyhungsftage wurde auch in eben dieser neuerbautcnrcfsrnnr-tcn Kirche zu Breslau eine Naebmittagspredigtvon Hrn Ist?. Mich. Döbel',königl.Hofpredigerund Diener desgöttl. Wortes bey der evangelischenreformirten Gemeinde zu Grosglogau gehalten,und fast unter gleicher Aufschrift, wie die vorherbe.meldete Äoostleh Einweyhungsprcdigt in Druck ge-g»be,, unter dem Titel: Die ehrerbietige Hoch-acl u.:g er Christen gcg. i, ihre geheiligte Gor-r sl a..fer, zu Glogn» gcdr. zVog. in Er hatden Tept gehabt Luc. 19 v. 46. LNernHaus rc. unddaraus gewiesen 1) Wie cui Christ die öffentli-chen Gäst ebücher a-zusehen, und wovor ersie zu halten»>abe. 2) wel hes stin Getragen,se n.' Hochachtung und Ehrerbietigkeit gegendiejelbe seyn rnüff. Der dasige Medailleur Hr.Mittel hat auf diese feyerlichc Einwcyhung eine Ge-dächtnißmüiize verfertiget,deren erste Seite dienen-erbaute Kirche mit dem angefangenen Thurn im Pro-spekt vorstellet, welche von einer Glorie bedecket wird,um dieselbe aber sieht man, wegen des >749. auch die-ses Kirchengebaude mit betroffenen Unglücks beyEntzündung des Pulverthurns zu Breslau, Blitzund Donner herabfallen, mit dcrUcbcrschrift: Demin rneäin cju;, non commoucbirurki. 46 : 6. auf derandern Seite steht die Inicriprion: lnauxuracio kein-pli ?arocbisI. Vralislau. lyzo. cl. r/. 8ept. Esist diese Münze in Silber und Gold geprägt, undin Gold ist sie 6 Ducaten schwer, in)

;) Z" Grosglogau in Schlesien ist am 5. Sonn-tage nach Trinit. >7t i die auf dasigem Rathhauseneu angelegte evangelischreformirte Hofkirche, nachvorher angelangter allergnädigstcr königl. Erlaubniß,

') Weicher in den Weimar, IMor. Igelet. 1'. »s.p. 4;^ a»ch anaezeigec wir-.

m) I. c. p. /t 9.

in Beyseyn einer grossen Menge Menschen von. allenz. Religionen, besonders aber von sehr vielen vor-nehmen reformirten Herrschaften aus dem benacht-barteu Königreiche Polen,eingeweyhet worden. Vor-mittags predigte der Hr. Hofprediger Döbell überk>5. XXVIII, 20. GÜ)rc wir warten deiner Gütein deinem Tempel. Nachmittags der zum Bey-stände erbetene Prediger aus L«rstwitz in Pohlen,Hr. Dütsthki, über i B. Mos. 28, 17. wie hei-lig ist diese Stäke? Hier ist nichts anders, dem»Gottes Haus, hier ist die Pforte des Him,mels. n)

6) Zu Franckfurt am Mayn haben zwar die Re-formirteu schon seit einigen Jahren und besondersim Jahr 1746 die öffentliche Religions Uebung inden Ringmauern dieser Stadt zu erhalten sich fer-ner eifrig bemühet. Es hat aber auch der Evange-lische Magistrat daselbst viele triftige Gegenvorstel-lungen gethan, daß sie ihres Wunsches noch nichthaben theilhaftig werden können. 0) Auch in dcmIah-re 1747 haben die Reformirten daselbst nicht abge-lassen, die gesuchte Erhalrung einer Kirche in den Ring-mauern dieser Stadt fortzutreiben p) und der Ma-gisirat daselbst hat im Msnarh May 1747 ein Me-morial dcßhalbcn beydem hochprcißl. Corpore Lvan-gclicoruin zu Rt genspurg,übergeben, von dem aucheinAnmahnungsschreibcu an denMagistratzuFranck-furc wegen ihrer Reformirten Bürgerschaftim Mo-nat Deccmbr. > 747 erfolget ist. Auch in dem Jah-re 1748 haben die Reformirte zu Franckfurt fort-gefahren, ihre vorbemeldetc Angelegenheit durch i)e»pucirte sowohl, als auch durch Schriften auf das nach-drücklichste zu treiben. Sie haben im Monat Icn-ner 1748. ein Xlemoriale an die Reichs-Versamm-lung zu Rcgensmirg, dann im Februar, wieder g im-prellachen vorgewesenen, aber nicht zu Stande gebrach-ten Vergleich betreffende, übergeben, auch eine söge-nannte gründliclcwidcrlcgung gewissrMagi«stratlsä'erAmnerckungen zum Vorschein gebracht,worauf aber von Seiten des Magistrats im MonatIiinio erfolget ist: Smrtzgesasr e standhafte Aus-führung des fortwährenden Unfugs der Rcfor-„nrcen in der Veicds-Sradk Franckssi r in An-vcrlangung eines cffcntlict'cn Gottesdienstesin der Sradt, inglcichen ist zu R>gcnjpurg imMonat Scpc. 1748- mäßige des

^ranckfurtlscheii Burgerme'ster-Ämts die Rc»formirrcn berresst nd aus Licht gekommen- g)

Ferner haben die Reformirte in dem Jahre 174zMmm mmm mmln z ihr

n) Sieh. die Leip; Fortges. Sammt. 1751. p. Ljo.

0) Sieh. .^ci. llUI. r.c<.1ei: I . 10. p. 9Z - »s-,

p) Sieh !, c. 1 '. XII. j,. 477- ;Sc,.

4) Sieh. I. «. 1 °. XIII- x 785 -z,-.