II. Cap. von dem Gottesdienste.
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gen, heilige Reden aus dem Dänischen ins teut-sche übersetzt, Hrn. D. winklcrs Paßions-Be-trachtungen , Hrn. D. und Abt Seidels unerkanteSünden, in einigen Predigten vorgetragen; Sam-langen heiliger Reden, welcher von berühmten T'bco-lttgi; der dänischen Kirche gehalten worden, Hrn.M. Ioh. Gottgetrcu Müllers heilsame Wahrheitund rechtschaffene Gottseeligkeit, nach Anleitung derEvangelien über die Sonn-Fest und Apostelr Tage
Beten erfordert werden, und beantwortet die Ein-würfe, welche sonst unchnstliche Gemüther widerdie Nothwendigkeit und den Nutzen des privat undöffentlichen Gebethes zu machen pflegen, dergleichenauch in F. M. Ziegcnhagens kurzen ErklärungdesGebeths des HErrn, nebst einigen Anmerckungenüber dasselbe, London in 8. i;r. Seiten
p. 96->2Z. geschiehet, der gleichfalls verschiedeneEinwürfe wider das Gebeth kürzlich und gründlich
Hrn. Hagemanns Betrachtungen über die göttliche beantwortet. Hc. M.Iacobi aber zeiget vornehmt.
Erscheinungen im A. T. Hrn. M. Wilhelm Hermann Schmidts erbauliche Reden-, und noch sehrviel andere mehr, deren Verfasser man in Hrn. M.Lraftv und Dockers theologischen Nachrichten I.IV. V. VI. in Hrn. M. Dockers theolog. Bücher
in der vorhergemcldeten Schrift p. 6z-71. daß zudem Gebethe auch eine äuserliche Andacht erfordertwerde, theils damit der Affect der Erkentlichkeit,Liebe und Ehrerbietung gegen GOtt, vermöge derNatur des Menschen und der festgesetzten Ueberein-
Saale 7 °. I. II. und in Hrn. D. Ar.rftS neuen theo- stimmung der Seele und des Leibes auch ohne ei-
log. Bibliothek D l-Vl. im Register unter demWorte Postillon oder predigten finden kan.
Haben sich zu neuern Zeiten auch noch verschiedcne schändliche Verächter des Gebeths gefunden ;
nen darauf dringenden Befehl Gottes hervorge-bracht, und durch die äuserliche Andacht auch inandern eine Begierde GOtt zu ehren erwecket wer-de. Er vertheidiget auch das Gebeth bündig wider
so haben hingegen andere gottseelige Gelehrte die Freygeister, zeiget, warum es nöthig sey, daßdesto deutlicher und gründlicher gezeiget, daß das es nicht wider die unveränderlichen RathschlüsseGebeth das wesentlichste Stück des öffentlichen Got-Gottes streite, daß die allzugrose Weitläufigkeittesdienstes, und mit vielen Seegen verbunden sey, und Wiederholung einerley Gebeths nicht zu billiauch die Betstunden, da nicht gcprediget wird. ?) gen sey, daß man auch für andere bethen könne und
Aus Hrn. "loli. Friedn. Gceibztgcrs Pastors zuStrimun undZernitz im Fürstenthum Anhalt-Zerbstseiner Abhandlung vorn Gebethe, darinnen der ei,gentlichc Lchrbegrif desselben erläutert und erwiesen,inglcichen dessen Nothwendigkeit und Nutzen ver-theidiget, und wider die Einwürfe gerettet wird/wittonb. 1748. in 8 7 Bog. a) und aus derSchrift eines ungenannten b) die unter dem Titel
solle und Hr. D. Kraft in der i4ten seiner Pre-digten widcr den Unglauben, hat gewiesen, dnßdcr Mnngel des Gebers die Menschen, so derSünde dienen, alle höchst unglücklich m.rche,Hr. D- Hofmann zu Wittenbcrg in seiner Predigtunter dem Titel, das mächtige Wort des GlaubensIch lasse dich nicht wittenb. 1750 in 4. hatgezeiget, dnß der Grund der Erhörnng des
heraus kommen! Golcc GDrr nuch wohl ver- Gebeths nicht die 2 sndacht und das Anhalte^
dienen, dnß ein U 7 e,ifch Achtung und Ehrer-bietung für ihn Hütte, und selbige nn den Taglegte, Hannover 1750. in 8- i7Bog.c) kan manvieles lernen, was zu rechter Einrichtung des Ge-bers als eines wesentlichen Stückes des Gottesdien-stcsö zu den Eigenschaften eines wahren Beters, undder Nothwendigkeit des Gebeths erfordert wird,und zeiget unter andern Hr. Gce.bziger, daß diestillen Gebether die Andacht mehr unterhielten, alsdie lauten, er thut auch die Nothwendigkeit desGebeths aus der Vernunft und heil. Schrift dar,zeiget die Eigenschaften, welche zu einem wahren
sondern der Glaube sey, und daß die Heuchlerdie „reiste Andacht und Inbrunst bey dem Ge-bethe zu beweisen pflegten.
Alle dergleichen Erinnerungen hat man zu gehö-riger Verrichtung des Gottesdienstes anwenden kön-nen, und kan solche auch noch fernerhin dazu an-wenden.
Was die Rirchengesangc betrift, so ist nicht zuleugnen, daß solche auch einen wichtigen Theil desGottesdienstes abgeben, dahero man solche billig auchnoch jetzo bey Verrichtung dessen iu unserer Kirchehochgeschätzet, beybehalten und auf mancherley Artzu verbessern gesuchct hat.
Es hat zwar Hr. Ludwig Holbevg, Astest.Lonstst. und ?rof. ?ubl. zu Eopenhagen im andern
r) S- D- SherlockS Abhandlung von den Versamm-lungen der Christen, im -tt. Cap. p. -y;. zu Rostock gedr.
1747- in 8 -
E. mit nrehrern D- Krafts neue theolog. Biblioth. Th> seiner Moralischen Abhandlung ä)p. 8 o.un-
P.n6-z,8-
b) Welcher aber Hr. M. Jacobl ein beliebter Prediger«n der Crcustirche in Hannover ist.
c) 6- D-Kraft I. c. 'p. l. p. 611-620. und M. Be-ckers theolog. Bücher. Saal D. ll. x. 5;;- 545 .
ter
ä) Aus dem Dänischen Original ins Deutsche über setztund zu Cvpenha cn »ud veipzig 17^4- >n von » Aiphz Log. gesr.