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IV. Fortsetzung von 1746. bis 1750.
ihr Unternehmen Kraft eines von Ihr» Majestätdem Könige in Preussen an den Magistrat zu Francs-surr: unter den i z. Dcc. 1749 abgelassenen Schrei-bens r) durchzusetzen gcsuchet. Allein Ihre Majestäthaben nach geschehener unterthänigster Vorstellungdes Magistrats sich allergnadigst erkläret, dem LausRechtens in dieser Angelegenheit nichts in den Wegzu legen 5)
Ob sich nun gleich die Franckfurtische Rcformirteauch im Jahr i 7 so. alle crsinnliche Mühe ge-geben haben, so haben sie doch ihre Absicht bis claconoch nicht erreichet. Unser Platz gestattet nicht, diein diesem Jahre '>7so von Seiten der Reformirtenund des Magistrats zu Franckftrrr bekannt gewor-dene Schreiben und Schriften c) rc. allhier zu wie-derholen. Wir können aber des vortrcflichcn Hrn.lLicniori; zu Fr.mcksrrrt' Hrn. D. Johann PhilippFrcscnii Äbwregung der Gründe, welcl)e theilswwdcrrarhen, theils anrarken, d.rsi man denVeforiiürren eine in der- Scadr Franck-
fürt erlauben solle, nicht mit Stillschweigen über-gehen, welche alle unpartheyischc Leser in den Standsetzen kan, von dieser hochwichtigen und noch nichtbeygelegten Sache gründlich zu urtheilen. Auch nochim Jahre 1771. hat der vorhabende Kirchenbau derRefonuirten zu Fcanckfyrc am Mayn zu allerhandSchriften auf beyden Partheyen Gelegenheit gegeden. Sonderlich hat ein Anonymus in einem ^/--.^/-Schlrerben, unter dem Schein den Hrn. D.Fiestiittitt» wegen seiner vorherbemelderen Schriftzu vertheidigen, verschiedene hohe Machten auf eineganz unverschämte und höchsistrafbarc Weise anzuta-sten sich erfrechet, und den Satz mit behauptet, dasman denen Resormircen innerhalb den Stadt-mauern zu Franckfurr keine Dircfte gestattenköntc, nachdem sie vorher die stärcksten,ja eydlichcnVersicherungen ausgestellet hatten, weil sich auf derReformirten Eydschwüre, puAa und Verhcissungcnnicht zu verlassen wäre. Es hat sich aber der Franck-further Dkagistrat unter den > Aug. /7z i wiederdiesen Anonymum und sein L'^/^K-Sehreibcn ge-rcgct, inglcichcn hat Hr. O. krcscniuz den ; Augi7si in den Franckfurthcr Zeitungen declarirct, daßer an dem - Schreiben nicht den geringsten
Antheil habe, und diese ganze Schrift verabscheue,und denjenigen, welcher ihn für den Verfasser dieser!Schrift ausgeben wolle, für nichts anders ansehenkönne, als für einen Menschen, welcher sein Vergnü-
r) Sich. 1. c. p 947. »
Sich. Hrn. Moscrs Hanauische Rcligions-Berichtcil'- l p. und p. 5 7. I
r) Welche in den alcich vorher gemeldeten Re!igiene-Bt-r:chtcn ausführlich bcuennct, auch zum Theil eiugckück.l!find. '
gen in offenbahren Lästerungen suche. In Ungar,»sind zu V ,ab denen Evangelischen und Rcformirtcnverschiedene Kirchen unvSchulen den i7'ü?lcrtz 1749.von denenRömischcatholischen weggenommen worden,worauf ihrer zwölfe von Evangelischer und Rcfor-mirtcr Seite nach Wien abgegangen find, um Ih«ro kaysi Majest. um Beystand wieder solche Gewalt-thätigkeiten anzustehen , u) man hat aber noch nichterfahren, ob sie in solcher Angelegenheit nöthige Hülfeam käyferl. Hofe erhalten haben. Desgleichen ist de-nen Refornurten den 21. Mcrtz 1748. ihre Kirche zuSem nng, welcher Ort 2 Stunden von Raablie-get, von denen Römischcalholischcn mit Gewalt weg-genommen worden, x)
In Schottland, allwo die Prcebyttrl'aner dieOberhand haben, sind die Lpilcvjialc; 1746 beschäf-tigetgcwesen, ihre Anzahl beträchtlich zu verstär-kten. ))
VII.
Wie wurde der Gottesdienst verrichtet?
i) Ncp denen Evailgetilchlutliertlchen hatman die vornehmsten Stücke des GottesdienstesPredigen, Deren und Singen und Austheilungder heil. Sacramcntcn nicht allein stcistg getrieben,sondern auch diese Stücke auf mancherley Art immermehr und mehr zu verbessern gesnchet, und deßwe- ,gen verschiedene nützliche Verordnungen ergehenlassen. Es haben zwar noch immer, wie in denvor gen Jahren, sich dann und wann in denen Pre-digten einer und der andere mancherley Mangel undGebrechen geäuscrt, dergleichen auch wohl bis andas Ende der Welt nicht gänzlich aufhören werden,da einige ihre Predigten zu philosophisch, anderezu schwülstig und hochtrabend, um nur die Ohrenzu sticken, nicht aber zu einer wahren Erbauung le-dig!. eingerichtet, allein man har hingegen auch ver-schiedene schöne und erbauliche Sammlungen vonPredigten innerhalb den Jahren von 1746. bis1750. inclus. durch cvangelischlutherische Lehrer undPrediger erhalten, deren sich scwol die Zuhörer inNachlesung derselben zu ihrer besondern Andachtund Erbauung, als auch selbst andere Prediger zueinem Muster eines erbaulichen Vertrags mit Nu-tzen bedienen können. Wir wollen nur einige dervornehmsten und brauchbarsten solcher Predigt-Sammlungen alihicr nahmhaft machen, dahin ge-hören die unter drr Aufsicht Hin. Ccniern.rs in Hamburg herauSgckcnimen c.nscrlcscne*Canzelredcn, Hrn. Vischcfe Hcrblebs zu Ecjpcnha-
gen,
u) Sich. Lccles. .I .XUl. j,.-47-149. U.P.67Z-675
x) Sich- >. c. z,. L71.
Sich- 1 . c. 1 '. Xl. p. i;z.