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IV. Fortsetzung von 1746. bis 1750.
gen schlimmen Streiche der Herren Mönche undJungfer Nonnen ausführlicher angezeiget werden.
Daß sich insbesondere in der Augspurgischcn Diö-ces die katholischen Herren Geistlichen in öffentlichenWirthshäusern und Bierschenken mit Spielen undandern üppigen Verhalten auf mancherley Weisezu vergehen zu einer Gewohnheit machen wollen, sodaß deswegen wider solche höchstärgcrliche Gewohn-keit ein bischöfliches AugspurgischeS Edikt d. dat.Augfpurfl den 4tenFebr. .747. *) ergehen muffen,haben wir schon oben unter den XV. z. angeführet.
Ingleichen ist schon oben fast zu Ende der Strebrig' e ren in der rLmi'fchcarhsIifchen Lirche ge-meldet worden, was vor ärgerliche Practiqucn ver-fchiedene Mönche im Königreiche Portugal durchEröfnung dessen, was gebeichtet worden, gespielct,und dadurch viele Personen in Inquisition und gro>feg Unglück gebracht, **) welches genugsam zeiget,wie gottlos es in Portugall in Klöstern und sonsthergehen müsse.
Was die s) griffen oder Patres 8cbnlarum ?ia-rum zu tlfedwljch in Siebenbürgen vor eine ärger»liche Eomödie 1747. am Fastnachtsfeste aufgeführet,und unter dem Titel: l'cwcnria öarcbi in lsteraclicc»kbiloso^bn Zrc **') drucken lassen, istglcichfalls schonvorher ausführlicher gedacht worden.
Die abscheuliche Bosheiten und Betrügereyen,welche insonderheit die Ehrbedürftigen Herren Je-suiten in Frankreich seit 12 bis l6 Jahren vomJahre 17Z7. bis hieher vielfältig vorgenommen undausgeübet, kan man vornehmlich handgreiflich ken-nen lernen auö der Schrift eines ungenanten, wel-che vermuthlich in Holland >750. herausgekommen,obgleich auf dem Tttel Brest stehet, und die Auf-schrift führet: proees conrre 1-5 lelniccs, pour lör-v.r fle 8uice aux Laufe; cclebres, *) LreK i 7 s 0.
*) Welches in den Weimar. - LccK-fi-sti-
«iü D. ll. p. 72» - ganz eingerückt ist.
"1 S.di, Lei»;. Fortgef Eamvl. von alt. und neuencheolog Sachen i? 4 ' p. na.
***, E- davon mit mehrern die cirirten äka D. ,r.k
*, womit der Verfasser auf di, ch?onat^fHrift des chrnParlaments»-dvocarenS zu PariSz.lec, welch«eb.mals unter dem Titel: Lrule, ce'eb-«-. b.rius qekom.men, und oon dcnen wichtigsten und berühmtesten Ge-r-htShändtln, welche in dem Parlamente zu Paris vor-S'salle», Nachricht gegeben. Cs ist solche Scheut vor e,n ac» fahren deutsche zu übersetzen an > fan
gen worden, i»w der ungenante D.rfisser derer pr<^>.»ce-n re 1-5 «eüi, erkläret asso diesen seinen Tractat 00''eine F?^rt gun4 dief.r O-ull- c^iek^e- w a n der ?!ednl>-N»k-'t, so st h zwii ven beyden Sck ri en n Anfeluina desI»)alt', una der Wichu-icu oe.er m de-orn de,>u.liche!P.occ.se sind.».
Die Absicht des Verfassers **) gehet eiqentlich nurauf diejenigen Händel, welche die Jesuiten bctref»fen, und woraus man die schändlichen Bctn'igkrey«cn ***) und listigen stänke lernen kan, deren sichdiese heiligen Lehrer, durch den abscheulichsten M.S-brauch ihres groscn Ansehens und Credits, zu Be-reicherung ihrer Gesellschaft, auf alle Weise bedie-nen. In der Vorrede zeiget der Verfasser, auserseiner Absicht, daß die Bosheit dieser Gesellschaftmehr als zu bekannt sey: daß sie auch die Bandeder zärtlichsten Freundschaft, ja der nächsten BlutS-verwandschaft nicht abhalten können, ihre Mikglie-der mit dem grösten Schaden und Verderben ande-rer zu bereichern: daß sie auch um deswillen durchein öffentliches Verboth dererHerren General Staa-ten, davon sich hier eine Abschrift findet, im Jahri ü22. aus dero Gebiete verbannet worden, undals-denn Mühe gehabt, sich anderwärts wieder einzu-schleichen: ja daß nichts als die unachtsame Leicht-gläubigkeit die Leute so bekannten Betrügereyen derJesuiten ausstelle. Absonderlich ist auch die Weis-sagung oder das Prognostikon des ehemaligen Erz-bischofs ju Dublin, George BronsrveU von rgn.lssjj-welches er von den Jesuiten gestellet, undwelches zum Beschluß dieser Schrift beygefüget ist,sehr merkwürdig, und durch die tägliche Erfahrung,durch das höchst ungerechte und betrügerische Be-zeigen der Jesuiten so bestärket worden, daß manglauben solle, der Urheber dieser Weissagung, hab»die vielfältigen boshaften Streiche der Jesuiten,schon vor 200 Jahren genau und gleichsam vor Au-gen gesehen. Es lautet aber diese Weissagung au<dem französischen in das deutsche übersetzt, folgen-der masen:
„Es hat sich vor kurzen eine Brüderschaft auf-geworfen, die sich Jesuiten nennet. Diese weiden,,viele verführen, und durch ihr Leben, nachdem„Exempel der Schnftqelehrken und Pharisäer, d>e„Wahrheit auszurotten bemühet seyn Es wird ihnen„auch bey nahe gelingen: Denn Leute von solcher„Art wissen alle Gestalten anzunehmen. Bey de>„nen Heyden werden sie Heyben, *) bey den All ei-
weicher ein lekr arostr und brenmütbiger ''ein rt>rerIest»ken,der aber seine '?>«lchuld'gu»g'-n mit recht^al'i>- igen Urkunden beweiset, auch noch mit vielen ander« dnn>- ^vcl» wahrscheinlicher ma liet
Dergleichen vcrsbievrne derer meckwürdiasten »usdieser Schrift anief'brel werden 1 » d r rew; irn-'cki^amml. -5 r r y- 6 a.
w e an<* denen oben anaefübtt-n Cbniestsch n Srn»ti.seir-n mit dnun Irsuirist«>.n ^ ss.onir,.', tm-lbst ÄN»«am cr''stlet, b> ,,- bn l>^' r> Iestur-n b»e zu iti" na, .fi-schen Llauden u.u b.;el-r„ <.,i»ejet dem e.,,.A»ach»e«. bey
chr.m