Buch 
Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
JPEG-Download
 

r?l8

IV. Fortsetzung von 1746. bis 1750.

Die Zinzendorfianer, oder Herrenhuter werden standene Ungewiltcr von ihnen abzuwenden; Was

sich also künftig schämen müssen, sich so frech aufden ConsenS der Sächsischen Herren Theologen beyder vorgebuchten königl. Eommißion zu berufen.

hat den Hrn. Grafen bewogen, nach ^erclsburgan den he,l.Synodumzu schreiben, und um ein Kol-loquium Ansuchung zu thun. Ja er hak sich der

Von denen Bemühungen der Herrenhuter, auch,'Sache in Liefland so angenommen, daß er auch »nin Liefland ihrer Brüdergemeinde einen Fuß zu,den Düdingischen Sammlungen diejenigen an >h-verschaffen, und dieselbe auch in diesem Lande, be- rem guten Nahmen zu kränken gedrohet, die ihmsonders in den Jahren >742. und 174z. immer wei-Iin Liefland etwa abfällig werden möchten. Sollter auszubreiten, welches ihnen aber nicht gelungen,'das nun alles noch igne.ranr,a legal,» dessen, wassondern ihre Bemühungen und gemachte Anstalten von seinen Brudern in Liefland vorgenommen wor-daselbst nach und nach gänzlich zernichtet worden, den seyn? Allein der Hr.Graf hat nach seinem gefastenfindet man schon einige, wiewohl ganz kurze und un^Systemate seine legale Ursachen, warum er das,

zulängliche Nachricht in diesem III. Theil dieser Kir-chcnhistoric p. 81?- Wir wollen also allhier diese Er-zehlung, besonders mit demjenigen, was nach derZeit mit denen Herrenhutern in Liefland vorgegan-gen, ergänzen, und die -Historie von derin Liefland zwar angefanczenen, aber auch

was mir den Herrenhutern m Liefland vorgegangen,nicht wissen will, bannt er sich nur in allem rechtweiß brennen, und den Kopf fein aus der Schlin-ge ziehen möge.

Was nun aber die Historie der in Lieflandangefangenen Herrenhurcrey anbelanget, so ma;

glücklich gestöhrren Herreichuterey auf das al- chct sich der Hr. Graf sehr groß damit, daß keinlerkürzeste zusammen fassen. ^Bruder nach Liefland überlassen sey, als der auf

Zum voraus ist zu bemerken, wieder Hr. Graf vielfältiges Begehren, nicht von Privatpersonen,von Zinzendorfsehr kühn und verwegen ehemahls in Andern von NezicrungS« und geistlichen Standes-die Welt hinein geschrieben habe, r) daß er alles,was unter dem Nahmen der Mährischen Kirche inLiefland gutes und böses vorgenommen worden, nieeine Stunde approbiret, und noch ietzo legalirer

Personen erbothen worden. -) Allein es hätte derHr. Graf diejenige nennen sollen, welche die Her-rcnhutische Brüder nach Liefland berufen haben,so würde man sehen, ob diese Standeepersonenauch das Recht gehabt, eine so grose Veränderungin der Liefländischen Kirche zu machen, und wider

Ii;nor,rc. Allein! da der Hr. Graf viele Wochen

selbst in Liefland gewesen, etlichemal daselbst in der , . ^ ^ ^

Kirchen jn Rlgn und R-°a> öffentlich g,predig«, d" ''pulen- P«" fremd. S>,leze-n°»-ew-nd,- ,nund »nr ,u d« Zeit, du seine MiSi-nnr,»» beim. °i° lutherische Rieche -iNMchi-beu. V°n dem See.

und zwar zu der Zeit, da seine Mißionarioö heimlich schon einen guten Grund zu der Herrenhutereyin Liefland geleget hatten. Jnterceßionsschriftenfür seine Brüder in Liefland geschrieben, wegen sei-ner unordentlichen Brüder zu Riga in Arrest geses-scn, wie kau er also sagen , daß er noch ietzo Icgali-rer ißnorire, was unter dem Nahmen der Mähri-schen Brüder gutes und böses in Liefland vorgenom

valischen Ministerio will man j'etzo nicht urtheilen;so viel hat aber verlauten wollen, daß der PastorDierorch, aa) der zum Zoparacilmn und zur über-triebenen bä/liique schon lange vor der in Lieflandbekannt gewordenen Herrenhuterey eine grose Nei-gung gehabt zu haben scheinet, den Hrn. OberpastorMickwiz hinterS Licht geführet, und so weit gc-bracht, daß er sich die Anstalten der Herrenhuti,

men worden? WaS hat ihn wohl bewogen, nach „.,.a.len oer ^renyul..

der 2 -lt. du die Ilni-eknchun-S-pmmlSl-n In der D-i der, Wider die -mg-stch,,- itefl-udtsch-

der Zeit, da die UntersuchungScommißionHerrenhutischcn Sache im Esthnischen und Letti-schen Ereyse schon gehalten war, wieder zum andernmahle nach Liefland zu kommen. Wüste er nicht,daß es mit seiner Sache daselbst nicht gar zum bestenstunde? kam er nicht in der Absicht, seinen Bru-dern zu helfen, und wo möglich, das über sie ent-

kungcn, wodurch er die neue Auflage von llnll-rü Lxs-rnine rbevloglco acroLmrnco, nebst einer Vorrede vermeh-ret, und in den Anmerkungen besonders etlichemal erin-net hat, daß die Herrenhuter kemesweges zu den Der-wandten der ungeänderten Augsp. lLenf gehörten, S der-gleichen Stellen in den Weimar. Eu tl-ttorico-kccles.

7 . ig. p. >072.

1) S- dir citirtcn 0.991. und 1°. 14- ?-s49-'gtn ist

§56.

Kirchenordnung, gefallen lassen, und dem Herren-hutischen Brüdcrn in dem Revalschen Gouverne-ment alle Freyheit verstattet habe. Es ist der Hr.Mickwiz auch hernach von dem Hrn. Grafen vonZinzendorf selbst so bczaubcrt worden, daß er sichihm gänzlich übergeben, und ihn einem hochfliegen-den Adler, sich aber einem langsam nachtrabendenOchsen verglichen hat. b) Es tonte aber Hr. Past.

)?reu-

->1 E- die Düding. Camml. ztm Band 0-498-

Der eine Zeitlang mit dem Hrn. Grafen von Zin-jendorf in Vriefwcchstl gestanden, und hernach mit denandern Herrenhutern selbst auch auS lticfiand weggezan-