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IV. Fortsetzung von 17^6. bis 1750.
„Furcht wieder fort gemußt, wider Ies. 16, z.^.'dcn: und jenem nicht geringen <he,l derselben selche
„Wie er das andren,ahl durch Soraugcreisct, wäre„dem Wirth >O. Rthlr. Strafe angekündiget wor.,,den, wo er ihn noch eine ^) 7 acht beherbergen wür»„de, bey so gcstallten Sachen und harten Verfah-ren dürfte man sich nicht wundern, wenn die neu-ern, wie die alten Separatisten und Protestanten,„laut schrien, wenn man sie so scharf träte. Und„wenn man sich nicht weiter rächen könne, nähme„man ihnen die Bücher niederträchtiger Weise weg.„Wer aber die wahre felsenfeste Religion im Herzen„habe,der dürfe sich vor der papiernen (Religion)„und Buchstaben nicht fürchten, der Staat habe„bey allen unzehligen Religionen k) noch niemals„Schaden gelitten. Mann fürchte sich aber immer„wo nichts zu fürchten sey. Fehlten die Separa-tisten in einem, so fehlten die Scctircr im andern;„So absurd eine Religion der einem Parthey vor-„käme, so abscheulich käme diese der andern vor.„Wir könten ietzo noch nicht alles unter einen Hul„bringen, und es werde alles noch eine ganz andc-„re Gestalt gewinnen, bis ein Hrrt und Hccrdc„werde. „
Es gab auch eben dieser Sartorius damals eineSchrift heraus unter dem Titel: Ein Wort desHerrn an d e sainrl che Geistlichkeit durch» dieLippen eines seiner unsichtbaren AbgesandtenAephan. r. v. 7.8-y. i2. Seyd Gnlle vor demHErrn HErrn. Im Jahr Christi «745. in 4.i und einen halben Bogen mit gespaltenen Co«lumnen. I) Er setzet im Anfange die Geistlichenaus allen ; Religionen in eine Classe, weil sie dochalle einen GOtt erkennten, will aber aus ihren un-terschiedlichen Gcmürhsbeschaffenheiten u.GlaubenS-meynungen ihnen den Vorwurf machen, entweder
Monarchen m) schon erwecket habe, oder künftig setzenwerde, die unter ihren Unterthanen die verhaßtenund ohnedies schon morschen Zwischenstunde unterden Religionen n) völlig wegreisen, oder doch inein seeligeS Vergessen nach und nach stellen würden.Er ermähnet die so genanten Hirten, daß sie ihremeistens unfruchtbare, und von Menschen blos er-haltene Hirtcnämter vor dem Thron des grostnÖberhirtcn niederlegen, und ihn miktlcrweilr umcinen Willen und um ein Herz anstehen selten, oderwenn sie diesen raiscnablcn Vorschlage nicht inSWerk richten wölken, so beschuldiget er sie, daß sieBabels Tünchcr und Beschützer wären, deren Fallund Untergang nahe sey.
Es kam aber bald darauf von einem /.n-rnymoeine Widerlegung der vcrb. weiteten SarrorlscheuSchrift heraus, denn dieser ließ das von darn-rioso gcnanre H?orr des HErrn noch einmal abdru-cke,,, sitzte aber demselben ein anderes ^ort desHErrn zugleich entgegen, und seine Widerlegung'des 8^rtu,u halte folgenden Titel: 'd.in IVorr desHEirn an den Aucrorem der Schrift, welche bc«titelt ist: Ein W rr des HErrn ai die gesamteGeistlichkeit. Zur Widerlegung seiner irrigenMeynungen und falschen Gründe, auch Abwendungdes dadurch gegebenen grostn Aergernisses, gedr.1745. M4. Mit 8arkorjj Schrift zusammen 4B. ti).Nachdem der Verfasser überhaupt das lieblose Ur-theil, daß Sarcorivz alle g Hauptreligienen in derChristenheit »n eine verdorbene Masse werfe, auf-gedecket, und den ungereimten Schluß von den un-terschiedenen Elaubcnsmcynunge» qezeigct, so kommter sonderlich auf unsere evangelische Kirche. Er
müste man auf die Gedanken kommen, es wären d^ey nicht, haß , „an auch in dein gristli-
Götter, oder der einige GOtk müsse z Willen, drey-!^^ Stande untreue Miedlingc sindr, doch gäbe eserley Begriffe u. s. f. haben, oder sie müsten alle,-«"^ dari.me viel rechtschaffene T.ener GOtteS.auch die allerbesten ihres Ordens, bey ihren eilige- eine^Veremigung mler Religionen
schränkten Sectencirkeln keine ächte Diener deö "" . ..
lebendigen, sondern blase Menschenknechte seyn.
Er klagt hiernächst, daß sie die geistliche Gewalt ineine weltliche verwandelten, und frey gebohrnen
durch Potentaten, so antwortet dieser, daß einewahre GOtt gefällige Vereinigung kein Potenter-ten-und Menschenwerk, sondern des allmächtigenGOtteS Werk sey, und zudem keiueSwegeS dahinGeistern,"dw'w^beffeVs'^se^ »'ehe", daß d.e groscn Freygc.stcr ihre .rr.qei.nd
ker ihrem Joch gelegen, zumuthen wollen, ihrer ^OttcS offenbahres '-i.crk streitende Mey-wunderlichen Art des Gottesdienstes benzuwohnen, "ung fortpstanzen und vertheidige» dursten, als
oder sie von allen Ehrenämtern ausgeschlossen hatten. Er freuet sich hingegen, daß GOtt, wo nichtauf dem ganzen Kreis der Erden, wenigstens in
woraus mehr Trennungen und Unordnungen ent-standen. Die von barkortv ferner angcralhenc g-lnz»
liche
k) Wodurch Lirrnriu! auch dem laiHKerenr'ilmo relizio-„um daS Wort redet-
l) S. mit mehrern den vornehmsten Znnhalt dieser klei-nen Schrift in den Weimar. -VLbü r. ir. 10z - rr;. .
m) Womit er vornehmlich auf Ihro ädönigl. Maj inPreussen zielet.
n) Abermal indifferentistisch.
o) S- von diestrSchrift mit mehrern dir citirtenäAa D,».
pliiz lilp.