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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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IV. Cap. von Ketzereyen und Trennungen.

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liche Niedcrlegung des Lehramts widerlegt er aus ding, ob man zum heil. Abendmal gehen wolle cderunterschiedlichen Gründen. Er handelt hierauf nicht, auö der Stiftung desselben gründlich abge-vornehmlich von der durch 8arcorium verworfenem lehnet, und die Einwürfe der Separatisten wer»

Kindertaufe, beruft sich aber dabey haupt>ächlichauf andere, welche die Einsetzung derselben vonChristo mit unumstöslichen Beweisthümern bärge-than hatten. Vey der Verwerfung des Abend,mals, da Sartorius sonderlich die Gegenwart Chri-sti darinnen leugnet, berufter sich auf i Cor. ic>, ,6.welcher S-pruch schon genug sey. Endlich kommter auf die Hauptsache, nemUch auf die lczte Auf-forderung an alle Geistlichen, und da zeigt er, essey dieses ein irraisonabler und vermessener Vor-schlag. Wenn übrigens Sartorius unsere Kanzel,Taufstein, Altar einen Sectenplunder schilt, so ant-wortete er, daß mir mit solchen unschuldigen Din-gen keinen Aberglauben trieben, sondern der Mis-brauch werde vielmehr von treuen Knechten GOtteöbestraft, und das Volk von den Bildern ab-undzum Gottesdienst im Geist und m der Warheit an-geleitet.

In der neuen Ulmischen Aircheilsrdmmg,zu Ulm gedr. >747. in 4. z Aiph. anderthalb Bog.wird im andern Theile derselben, welcher den Got-tesdienst , und zwar im ersten Titel den öffentli-chen GOttesdienst insgemein betrift, nicht nurdie göttliche Stiftung und der gross Nutzen dessel-ben gründlich erwiesen, sondern auch wider die Ein-

den bey Seite gcräumct. Dem Hrn. Varon Lud-wig -Holberg im ersten Theile seiner Briefe vonallerhand Materien, zu Copenhagen und Leipz.gedr. 1749. in 8- P- Z29. sehen die Meynungen derSeparatisten eben so aus, wie die Geheimnisse derFreymäurer. Sie könlen eigentlich gar kein Glau-bensbekenntnis haben, da jeder seinem Gewissenfolgen wolle. Sie wären Separatisten um Sepa-ratisten zu seyn, und so sahe man sie billig als Frie-densstörer an.

XXlX.

Was ist von Indifferentsten zu gedenken?

Daß die Herrnhuter die Indifferentiftereygar sehr befördern, indem sie Leute von allerhandReligionen in ihre Gemeinde aufnehmen, ist schonoben bey den Herrnhutern aus Hrn. D. HofmannsXlanikeKo Ulerrnliutdianorum Lynercliimo. Wittenb.174s. in H. 8Vog p) angeführet worden ; daßder Verfaster des Buchs lez moeurz gleichfalls demlnchjscrentilmo rcligionum gar sehr favorisire, wirdunten im §. von fteydenkerischen Schriften mitmehrern vorkommen. Unter andern schreibt dieserVerfasser p. 64. „Man beweise seine Ehrerbietung,,gegen GOtt nach der Vorschrift dieser oder jener„Religion, es wird GOtt dieser Unterschied so tve-

würfe der Separatisten, daß in solchen Verstimm- "N'g misfällig seyn, als ihm der Unterschied zu wi,lungen auch Gottlose und Heuchler mit erschienen; """ ^ ^

daß die Kirchengebäude grössr wären, als die Noth-durft erfordere, auch von abgöttischen Leuten wei-land aufgerichtet, und viel Abgötterei) darinnen ge-trieben worden; daß man sich nützlicher, oderja so gut und nützlich zu Hause erbauen könne, alsin der Kirche; daß die ersten Christen, wie l Cor.

14,24. sq. zu sehen, auch besondere Zusammenkünf-te gehalten rc. sattsam vertheidiget, und obgleich dieHausandacht unverwehret bleibet, so werden dochsolche Zusammenkünfte, wie schon in besondern Be-fehlen geschehen, von neuen verbothen, da Leute

„der ist, wenn die eine Parthey Mönche die Met-„ten zu Mitternacht und die andere am Morgen„singt und p. 65. kurz, man behalle nur den inner-„lichen GOttesdienst, und lasse es in Ansehung des„äussrlichen bey dem, worinncn wir gezogen und„gebohrcn sind.

Absonderlich wird in der periodischen Schrift:Freye Gedanken zur Verbesserung der mensch-lichen Geelischaft Erste Sammlung Franks, undLcipz. 1746. in 8. 9 Bog. g) der Indlsscrenriste-rcy das Wort gar sehr geredet, und unter anderndarinnen der Vorschlag gethan: „Es solte eine

sich zusammen in Häusern versammle», die heilige,

Schrift oder ein ander Buch vorlesen, ihre Erklä-rungen oder Verstand darüber geben, ein und derandere aus zufälliger Andacht herkommende Gebe-the den andern vorsprechen, ungewöhnliche, wohlgar anstößige und billig verdächtige Lieder singen,nach Entdeckung des Zustandes der Seelen einesandern fragen rc. wobey insgemein der öffentliche

Gottesdienst getadelt, die Predigten und __

censirct und durchgezogen wurden. Im 8ten Ti- ^ mit mehrern die Lcipz. fcrtges. Samml. von alt-

tcl dieser Kirchcnordiiiing vom hell. Abendmahl, ncn chcvlcg. Sachen ,74;. x. 88'-

wird auch das Vorgeben, als wäre es ein Mittels g) S-mit mchrern dir citirtc Camml. 1647. x-4Zl-440.

^christliche Obrigkeit ohne weitere Umstände und„Zusammenkünfte der im dispukircn sich stets ver-laufenden Geistlichkeit, eine allgemeine Landkirche„aufrichten. Diese Kirche aber solte so beschaffen,,ssyn, daß alle und jede Christen, sie wären von ci-„ncr Sccte wie sie wölken, wann sie anders dir heil.„Schrift zur Norm ihres Glaubens setzten, in dcr-^ Lpp ppx prp p 2 selben