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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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VII. Cap. von den Nebensachen.

der Juden mit besonderm Fleiß abgehandelt, c)Endlich ist ist auch noch eine kleine Schrift des obencrwehnten Hrn. Pastor Augusti ju Eschenberge 6)hichcr ju rechnen, darinnen die besondere Materievon dem Fluß Sabathjon und den rothen Iüdenerörtert wird. Sie führet den Titel: Geheim-nisse der Juden von dem Wunderfluß Gam,bachjon, wie auch von denen rothen Iüden

ne eigentliche Geburt der ehemaligen Phari-säer. Dieser Seele stnd heutiges Tages diemeisten Juden, sonderlich in Deutschland und Potz-len, zugethan.

Um von den Rabbaniten, vornemlich denen inDeutschland insbesondere etwas zu gedenken, sohaben sie bekantermasscn noch an gar vielen Ortenihre ordentliche Synagogen, die wir hier, der Kür-

in einem Briefwechsel mit denen heutigen Iüden,'ze halber, nicht nahmhaft machen wollen. Der Fest--ur Erläuterung r B.d. König. XVII, 6. abgehan- und Feyertage, welche heutiges Tages unter ihnendelt. Erfurt 1748- 8- Z Bogen. Der Hr. Ver- gefeyert werden, sind hauptsächlich neune, als: i)fasser hat darinne besonders den Betrug der der Sabbath; 2) der Neumond; z) das !?keueneuern Iüden in Ansehung des so beschrieenen Jahr; 4) das Versöhnfest, oder der lange Tag,Wundersiusses Sambathjon und deö damit ver-wobey das arme Volk dasjenige, was ihnen hcuti-

bundcnen Vergebens von den rothen Iüden deut«

ges Tages an Opfern abgehet, durch vielfältige

lich entdecket, welches er um so viel leichter zu be-iBuß-und andere Uebungen ersetzen will; 5) dastvcrkstcliigcn im Stande war, da er selbst vormalsILauberhürrenfest; 6) das Rirchweih - oderein Rabbi unter den Iüden gewesen, e) Lhannuca-Fest , welches zwar GOkt der Kirche

Was nun denZustand der heutigen Juden selbst des alt. Testam. nicht eigentlich zu Feyren anbefoh-betrift, so sind unter ihnen drey Selten: i) Halb- len, von dieser aber nachhero aus verschiedenen Ur-suden, oder Gamariraner, welche schon zu Sal- fachen eingeführet worden. Das ist ein Freuden-

manasserö Zeiten ihren Ursprung genommen, undsich, seit dem die Römer das gelobte Land ein-genommen, noch bis daher erhalten, obgleich nachden Römern die Christen, ferner die Saracenen,und endlich die Türken Meister von diesem Landegeworden. Sie sollen sich in geringer Anzahl undin gar armseligen Umständen befinden, und ihr heu-tiger Aufenthalt soll sonderlich noch in Sichern, oderin dem jetzigen Neapoli seyn. 2) Aaraer, welchefast den alten Sadducäern gleich sind, und sich son-derlich in Orient, und zwar in der Türckey.undEgypten aufhalten, k) z) Die Nabbaniren, ei-

sest, woran sich die Iüden gerne lustig machen.Von gleicher Art ist 7) das pm'ims oder Fast-nachrfest, dessen Ursprung aus dem B. Esther IX,20. 2i. zu ersehen. Ob es gleich damals nicht vonallen Juden, als ein allgemeines Fest angesehenwurde; so hat man es doch schon zu des Geschicht-schreibers Idsephi Zeiten dafür erkant, und allent-halben gefeyret. Ausser den GottcsdienstlichenUebungen, die sie an solchem vornehmen,gehörr auchdas zu den Solennitaten, daß sie einander Präsen-te machen, und sich des Abends dick und voll saufen,bis sie unter den Namen Haman und Mardachaikeinen Unterschied mehr machen können. Siebrauchen auch Masken und agiren FastnacbtSnar-ren. 8) Das Osterfest, wobey die heuten So-lennitäten gegen die alten schlecht sind Sie berei-ten sich zwar auch, wie ihre Väcer, einen ganzenMonath dazu vorher; allein ihre eigentliche undHauptsorge ist für den Weizen, davon sie ihre Maz-zen, oder ungesäuerte Kuchen backen. Alsdcnn rei-nigen sie zwey oder drey Tage vorher die Besässe.Den 14. Nisan müssen alte Erstgebohrne fasten.

c) Rkka Inssor. eccles. 7 °. XlV. in der Vorrede p. i. igg.

KraflS rheolog. Bibliothek 1 '.IV. 7z6.chg. i.Vl.p.

57 1 - ch'l- ^ .

ä) Man sehe diese, vierte Fortsetzung c-x. I. §eK. III.

ri.

e) Thcol. Büchcrsaal l'. I. p. rZo.ihg.

f) Doch findet man auch viele derselben in kitthauen,sonderlich in Vilna, Pingkow, und an mchrern Orten.

Obgedachter Hr. Pastor August, zu Eschenbcrgc hat so-

gebrauchen, zu Erfurt 1752. in 8. auf 6z. Seiten dru- denn bey der Mahlzeit austheilt und verzehret,ckcn lassen. Allein da es einestheils dem Hm. Verfasser Ooo 000 000 00 z Daö

an gehörigen Hülfsmitteln gcfchlct, indem er §.48. selbst

meldet, daß er um alle seine gehabte Urkunden, Handschriftliche Nachrichten und Schriften der Kanuten ge-kommenD. Reinhardtzes Buch

der Erinnerung dessen, was er vormals ausvcrlchr .m Schriften behalten, verfertiget habetheils aber auch in seiner Schrift verschicdene vcnva.c ^

und erweisliche Unrichtigkeiten angetroffen werden; so

en welche ihm theils gestohlen thells von. ftl. scheintt'^^^^ri^erläU ^ zu ^7 umcinhardt verdtamir ftyn solka, und daß er sun gan ! daraus dasjenige, was bereits der sel. Joh. Christoph

öuch aus dem blossen (bedachtms durch Beyhülfe vnolf in stn,?n isten E.,r.;>>rn