wanderte an der Seite des größten Staatsmanns der Zeit auffranzösischer Landstraße hin — aus Paris zu, und ich wettedaraus, daß beide daran in dem Augenblicke nicht einmal etwasBesonderes fanden.
Nachdem wir wieder eingestiegen, sahen wir, wie zurRechten der Straße unter den künden flinker Soldaten eineTelegraphenleitung entstand. Bald darauf fuhren wir in dasThal der obern Maas hinab, und kurz nach zwei Uhr erreichtenwir Eommerc^, ein hübsches Städtchen mit etwa 6000 Ein-wohnern, das einen großen Wald neben sich hat. Der Flußist hier noch schmal und sumpfig. An ihm liegt ein altesSchloß mit einer Säulenfront. Die weißen Jalousien der vor-nehmeren Käufer in den Straßen waren großentheils geschlossen,wie wenn man die verhaßten Preußen nicht sehen wollte.Dagegen schien das Volk in der Blouse neugieriger und wenigerfeindselig. Mehrmals las man über den Thüren die Firma:,,kLdricins üo ZlacloloinsZ". Diese sind Biscuits in der Formkleiner Melonen, die in ganz Frankreich Ruf haben, weshalbwir nicht versäumten, ein paar Schachteln davon nach kaufezu schicken.
Der Thes wurde mit Abeken und Aeudell aus der Rue desFontaiues im Schlößchen des Grasen Macore de Gaucourt ein-quartiert, in welchem in den letzten Tagen ein Fürst oder Prinzvon Schwarzburg gewohnt hatte, und wo nur die Dame vomksause zurückgeblieben war. Ihr Gemahl diente in der fran-zösischen Armee und stand infolge dessen im Felde. Er warein sehr vornehmer kerr; denn er stammte von den altenLeerzügen von Lothringen ab. Seine Wohnung hatte nebensich einen hübschen Blumengarten, und dahinter streckte sichein großer schattiger park hin. Ich wurde nicht weit vomMinister, aus der Rue keurtebise Nummer l, im Parterre-