putzstübchen eines kleinen Rentiers, des Sieur Gillot, unter-gebracht, wo ich einen freundlichen und gefälligen Wirth undein vortreffliches Himmelbett fand. Bei einem Gange durchdie Stadt traf ich Sheridans Adjutanten vor einem Hause, zudessen Thüre Stufen hinaufführten. Er erzählte mir, daß sieAnfangs Mai von Lalifornien aufgebrochen und unter großenBeschwerden nach Chicago gereist, von da nach London, dannnach Berlin gegangen und von dort wieder in fünf Tagennach Pont a Mousson gefahren seien. Lr und der General,der im ersten Stock zum Fenster heraussah, trugen jetzt Uniform.Später suchte ich den Kanzler auf, den ich im Garten fand,und fragte, ob es für mich zu thun gebe. Nach einigem Be-sinnen bejahte er es, und eine Stunde später bekam sowohl dieFeldpost als der neue Telegraph durch mich zu thun.
Ich schrieb unter Andern: folgenden Artikel:
„Ls ist jetzt vollkommen sicher, daß die Prinzen der FamilieGrleans in der Erwartung, den Stern der Napoleoniden nochmehr erbleichen und noch tiefer sinken zu sehen, ihre Aeit fürgekommen halten. Unter Betonung des Umstandes, daß sieFranzosen sind, haben sie Frankreich in der jetzigen Krisis ihrenDegen zur Verfügung gestellt. Durch ihre Schlaffheit zumgroßen Theil, durch ihr gleichgültiges Geschehenlassen in Sachender Entwickelung ihrer Nachbarn hat die Familie Mrleansihren Thron verloren. Durch Energie scheint sie sich ihn wieder-erobern zu wollen, und durch Eingehen auf die chauvinistischenGelüste, auf das Gloirebedürfniß und auf die Weltbevormun-dungslust der Franzosen würde sie sich auf ihm zu erhaltensuchen, wir sind mit unserm Werke noch nicht zu Ende. Einentscheidender Sieg ist wahrscheinlich, aber noch nicht sicher, derFall Napoleons scheint nahe gerückt, ist aber noch nicht erfolgt.Dürften wir uns, wenn er wirklich erfolgte, Angesichts des