Band 
Erster Band.
Seite
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oder Küchenthür war. Räthe und Sekretäre schrieben undchiffrirten in gespannter Thätigkeit inmitten einer malerischenUnordnung von Mappen und Akten, Regenmänteln, Schuh-und Kleiderbürsten, Flaschen mit Stearinlichtern, an denen ge-siegelt wurde, zerrissenen Papieren und aufgebrochenen Louverts,mit denen der Boden bestreut war. Ordonnanzen kamen undgingen, Feldjäger und Kanzleidiener. Alles redete laut durch-einander. Man hatte zu viel Eile, um Rücksicht üben zu können.Abeken schoß besonders lebhaft hin und her zwischen dem impro-visirten Tische und den Boten, und seine Stimme war vernehm-licher wie je. Ich glaube, daß seine stinke pand diesen Morgenalle halbe Stunden ein Schriftstück geliefert hat, so oft hörte manihn den Stuhl rücken und die Diener herbeirufen. Dazu vonder Straße herauf fast unaufhörliches Tramp Tramp, Musik,Trommeln und Wagenrollen. Es war nicht leicht, in diesemWirrwarr seine Gedanken beisammen zu behalten und seine Auf-gaben nach Wunsch zu vollenden. Aber mit gutem Willenmußte es gelingen.

Nach dem Essen, bei dem der Küchenwagen wieder seineVorräthe geboten, bei dem der Kanzler und einige der Rätheaber nicht zugegen waren, da sie beim Könige speisten, stiegich mit willisch wieder die Stufen zu der Kirche hinauf unddann auf einem gewundenen Pfade weiter bis auf den Gipfeldes Berges, wo sich eine Kapelle der heiligen Anna befindet,vor der eben im Schatten eines breitwipfeligen Baumes eineGruppe von Landsleuten, Soldaten vom Freiberger Jäger-bataillon, ihr Abendbrot sich schmecken ließen. Sie hatten amls8. mitgefochten, und ich versuchte, von ihnen Näheres überdie Action zu erfahren, hörte aber nicht viel mehr, als daß sietüchtig darauf gegangen wären. Auf dem Wege zeigten sicb hierund da Spuren von altem Gemäuer, und oben auf der Fläche