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Erster Band.
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Minister und Ratt annahm. Nachdem jener bemerkt, daß dasGefühl, daß es schön sei, für Vaterland und Ehre auch ohneAnerkennung zu sterben, im Volke immer weiter um sich greise,fuhr er fort: „Der Unteroffizier hat ja doch im Ganzen dieselbeAnsicht und dasselbe Pflichtgefühl wie der Leutnant und derGberst

bei uns Deutschen. Das geht bei uns überhaupt sehr tief inalle Schichten der Nation". — „Die Franzosen sind eine leichtunter einen Out zu bringende Nasse, die dann sehr mächtig wirkt.Bei uns hat Jeder seine eigene Meinung. Aber wenn sie einmal ingroßer Zahl dieselbe Meinung haben, ist viel mit den Deutschen an-zufangen. Nenn sie sie alle hätten, wären sie allmächtig". — „DasPflichtgefühl des Menschen, der sich einsam im Dunkeln todtschießenläßt (er meinte damit wohl, ohne an Lohn und Ehre für seineStandhastigkeit aus dem ihm zu-gewiesenen Posten zu denken, ohneFurcht und ohne voffnung) haben die Franzosen nicht. Unddas kommt doch von dem Reste von Glauben in unsern: Volke,davon, daß ich weiß, daß jemand ist, der mich auch dann sieht,wenn der Leutnant mich nicht sieht". — „Glauben Sie, Excellenz,daß sie darüber nachdenken"? fragte Fürstenstein. — „Rach-denken — nein, es ist ein Gefühl, eine Stimmung, ein Instinctmeinetwegen, wenn sie nachdenken, kommen sie darüber hin-weg. Dann reden sie sich's aus".-„wie man ohne

Glauben an eine geoffenbarte Religion, an Gott, der das Gutewill, an einen höheren Richter und ein zukünftiges Leben zu-sammenleben kann in geordneter weise, — das Seine thun und

Jedem das Seine lassen, begreife ich nicht".-— „wenn

ich nicht mehr Christ wäre, bliebe ich keine Stunde mehr ausmeinem Posten, wenn ich nicht aus meinen Gott rechnete, sogäbe ich gewiß nichts aus irdische verren. )ch hätte ja zu

leben und wäre vornehm genug".-„warum soll ich mich

angreifen und unverdrossen arbeiten in dieser Welt, mich verlegen-

Busch, Graf Bismarck und seine Leute. I. x. Aufl. 14