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sich später, wie zu berichten sein wird, a!s ein nichts wenigerals liebenswürdiges Frauenzimmer erwies — grinsend den Ver-handlungen zusah, die zu den Verträgen mit den süddeutschenStaaten, zur proclamirung des deutschen Kaisers und Reichesund später zur Uebergabe von Paris und zur Feststellung derFriedenspräliminarien führten — Verträgen, die sämmtlich indiesem Salon unterzeichnet wurden, ein weltgeschichtliches Zimmeralso. Auf dem andern Spiegeltischchen lag am Tage nach unsermEinzüge ein Kärtchen von Frankreich, aus dem die Fortschritteder französischen Armee durch eingesteckte Nadeln mit buntenKöpfen verzeichnet waren, „vermuthlich von Madame", sagteder Thef, als ich mir's betrachtete. „Aber sehen Sie, blosbis wörth".
Das Billardzimmer wurde zum Bureau für die Räthe, denexpedirenden Sekretär und die Chiffreurs eingerichtet. Ein Theildes Wintergartens nahm, als im Januar starker Frost eintrat,das Lommando aus, welches die Wachtposten vor dem Ein-gänge stellte und zuerst aus Linieninsanterie, dann aus grünenJägern bestand. In der Bibliothek machten sich's Ordonnanzen,Kanzleidiener, hin und wieder ein dickbäuchiger lederner Depeschen-sack, der auch nichts Offizielles, z. B. unsere Winterkleider, zubefördern die Gefälligkeit hatte, und einige Tage hindurch eingroßer Hausen französischer Briese bequem, welcher die Frachteines von unsern Soldaten abgesangnen Luftballons gebildethatte.
Geht man die Haupttreppe hinaus, so gelangt man zunächstwieder auf einen Vorsaal, der durch eine viereckige Oessnungin seiner Decke und ein über derselben im Dache angebrachtesflaches Fenster eins Art Halblicht erhält. Zwei Thüren führenvon hier in die Gemächer, welche der Minister inne hatte,zwei Stübchen, von denen keins tiefer als zehn und breiter