geräumige Kommode und einen Tisch, an dem fichs ganz be-haglich arbeitete, obgleich er von keinem Tischler geschaffen,sondern von unserm immer hülsreichen und Rath wissendenTheiß improvisirt war und eigentlich nur aus zwei Böckenbestand, aus denen ein ausgehobner Fensterladen ruhte. Fürden Kunstfreund in mir hatte Herr Iesss 86nior, nach Berichkder Gärtnerssrau ein leidenschaftlicher Maler und Zeichner^durch einige seiner artistischen Leistungen, einen Discuswersevund zwei Landschaften in Kreidezeichnung gesorgt, die rechtsund links von dem Spiegel über dem Kaminsims hingen unddie Hand eines nicht ungeschickten Dilettanten bekundeten. DerNaturfreund fand in dem erst herbstlichen, dann in Winterschneeund silbernem Reis prangenden park recht artige Befriedigungseiner Wünsche. Gegen den Hauskobold, den Alp und anderenächtliche Ungethüme schützte der geweihte Buchsbaumzweig,der an der Wand hinter meinem Bette befestigt war. AurErwärmung des Gemachs diente ein Kamin, der zwar mitMarmor bekleidet war, dessen Heizkrast aber, als es kalt wurde —wir hatten zuweilen s 2 Grad unter Null — zu wünschen übrig ließ.
Der park hinter dem Hause ist nicht groß, aber recht hübschmit seinen Schlangenwegen, die unter alten, von Epheu undImmergrün übersponnenen Laubbäumen und im Hintergründezwischen dichtem Busch- und Strauchwerke hinlaufen. Bonder Mauer rechts her rieselt vermöge der Wasserleitung ausmoosbedeckten, mit Farrenkraut und breitblättrigen pflanzenbewachsenen Steinen ein (Duell hervor, der ein Büchlein undeinen kleinen Teich bildet, aus welchem Enten schwammen.Links an der Mauer ziehen sich von einer Wagenremise aus,über welcher die Gärtnersleute wohnen, eine Reihe von Gbft-spalieren und vor denselben theils offne, theils mit Glas bedeckteGemüse- und Blumenbeete hin.