Eap. 4. Kriege mit den Galliern rc.
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in der unermeßlichen Menge des Stadtpöbels brachte aus den über- .eilten Entschluß, die Vertheidigung der Stadt aufzugeben, obschondie Feinde wenig oder nichts von dem Belagerungswesen verstanden,und Rom noch von den Königen Mauern von solcher Festigkeithatte, daß noch jetzt ein Stück davon stehen soll. Das Volk zer-streute sich, die Tapfersten behaupteten die Burg, die Stadt wurdeverbrannt. Die Gallier, als ihnen längerer Aufenthalt weder „ ^ ^om«möglich, noch nützlich war, zogen ab; der Schrecken ihres Namens 364.blieb; Polpbius zählt neun und achtzig Jahre, ehe die Römerwider sie einen Krieg wagten.
Folge dieses Unglücks war die Trennung der Bundesgenossenin Latium, denen Rom im Glück herrisch begegnet hatte. DieLegionen schienen die alte Zuversicht verloren zu haben, als derConsul P. Decius Mus, unter Anrufung der vaterländischen Götter,welchen er sich zum Opfer weihete, mit verhängtem Zügel diesiegenden Schaaren des Feindes ansprengte, einbrach, wüthend strittund fiel, den begeisterten Römern aber zu entscheidendem Sieg denWeg bahnte. Wo Kunst nichts vermag, ist Heldenmuth das Mittelzu Herstellung der Schlacht.
Diesem Tod war die Republik die Wiedervereinigung Latiumsschuldig. Sie ging weiter, und siegte bis an das adriatische Meer.
In ihren Schutz begab sich Campanien, das schönste und eines derfruchtbarsten Länder unseres Welttheils, voll großer und reicherStädte an lieblichen Buchten, die gute Häfen machen, blühendcultivirt. Zwar Cumen glänzte nicht mehr; als der schlaue Aristo-demus weichliche Sitten begünstigte, um leichter zu herrschen, hattendie Freunde der Freiheit sich barbarisirt. Aber in der Nähe erhobsich Neapolis, im Lande Capua. Jene genoß bescheidnem Glücks;diese, ungemein groß, eine Stadt welche mit Rom oder Carthagoverglichen wurde, war das Haupt Campaniens; früh erzeugte hierder Ueberfluß die Wollust und politische Gährungeu.
I. v. Müller, Alla. Geschichte. I.
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