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Erste Band.
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Buch VI. Die Nepnblik Nom.

hatte, wodurch der aus Nebeln hervorbrechende Sonnenglanz ihmblendend in die Augen fiel. Beiderseits wurde mit äußerster Wuth,und als der Sieg wider die Barbaren entschieden war, noch ander Wagenburg von ihren Weibern verzweiflungsvoll gestritten.Dieser Tag war der letzte der cimbrischen Macht. Wer nicht fiel,oder verkauft wurde, verstahl sich in die Alpenthäler, um ruhigeVerborgenheit, oder von dort aus im Nord verlassene Brüder wiederzu finden.

Die Bewegung, welche die cimbrische Unternehmung dem Nordengegeben hatte, endigte noch nicht. Vom Rhein bei den Helvetiernbis nach dem schwarzen Meer hin sind ihre Wallungen lang be-merkbar. Auch die römischen Gränzen wurden durch Skordisker,Bastarner und andere wilde Stämme beunruhiget.

Diese Wanderungen sollen durch große Ueberschwemmungen undHungersnoth bewirkt worden seyn; aber es ist unbekannt, in welchesZeitalter diese Naturereignisse zu setzen sind. Barbarischen Völkernbleibt von solchen die Erinnerung, aber die Sage verbindet sie oftmit Geschichten, die um Jahrhunderte neuer sind.

Capitel 21.

Mithridates.

Bald nach diesem entwarf der pontische König Mithridates, anmilitärischen Talenten den größten Feldherren des Alterthums gleich,'einen Plan, worin er auf die nordischen Völker zählte. Dieser Herrgedachte die vom Don bis an die Alpen zerstreuten Stämme in eineBundesgenossenschaft zu vereinigen, durch Kriegskunst ihrer Tapfer-keit sichere Wirkung zu geben, und mit ihnen auf Italien loszustürzen.So wert Mithridates bekannt war, so weit erstreckte sich die Be-wunderung seines großen Geistes. Er hatte Truppen, die gewohntwaren dem Mangel und den Jahreszeiten zu trotzen.

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