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Erste Band.
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Eap. 23. Marius und Sulla.

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rief der alte Feldherr mit jener Stimme, vor der die Legionen unddie Barbaren gezittert: „Wer bist du, o Mensch, der du gegen„Casus Marius deine Hand aufzuheben dich nicht scheuest!" DemMann fiel das Schwert aus der Hand. Marius wurde nach Afrikagerettet, aus welchem Lande er, zum erstenmal siegreich, nach Romgekommen war.

Nachdem Sulla sich in den Mithridatischen Krieg begeben, wurdeRom durch den Consul L. Cornelius Cinna aufs neue verwirrt.Ihn vertrieb Octavius, sein College. Aber Cinna brachte ein Heerzusammen, und bedrohete den Senat. Zur selbigen Zeit warenaus den Bürgern solcher Städte, welche den italienischen Bund auf-gegeben und hiedurch das römische Bürgerrecht erworben hatten,acht neue Tribus errichtet worden; diesen versprach Cinna, sie indie ältern Tribus zu vertheilen, so daß die alten Geschlechter garkeinen Borzug behaupten sollten. Dieses brachte ihn an die Spitzeeines ungemein großen Heers.

Um dieses durch Kriegskunst und einen großen Namen furcht-barer zu machen, berief er Marius zurück. Mitleiden, Unwille,Hoffnung und Furcht bewaffnete Italien für den grauen Helden,der, von jeher hart, von Jugend auf des Adels Feind, nun vonRache begeistert, alle Kräfte des militärischen Geistes aufbot, welcherseit einem halben Jahrhundert ihn auszeichnete, welchem allein erzwei Triumphe und sechs Consnlate schuldig war. Nahe bei Romgeschah die Schlacht wider den ältern Pompejus, der zu spät sichendlich gegen Cinna erklärt hatte. Siebenzehntausend Mann fielendurch Schwert und Pest. Ein Pompejanischer Soldat erkannte unterdenen, welche er umgebracht hatte, seinen eigenen Bruder, hob denLeichnam auf, errichtete den Scheiterhaufen, verfluchte den Krieg,verfluchte Bompejus, alle Parteien und Roms Geschick; und tödtetesich über dem Bruder. Bald nach diesem wurde Pompejus vomBlitz getroffen.