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Erste Band.
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Buch V I. Die Republik Rom.

Marius, der jeden Schritt, seit er in Italien landete, mitBlut bezeichnet hatte, Cinna, Carbo, Sertorius Zogen in die Stadt.Noch vertheidigte der Consul Octavius mit Wenigen, auf welcheder Senat seine letzte Hoffnung gründete, den vaticanischen Hügel;bald wurde sein Haupt an einem Spieß empor durch die Stadtgetragen. Dann gab Marius den Befehl der Ermordung allergroßen Senatoren. Die meisten traf das Unglück in ihren Häusern;viele wurden durch Clienten verrathen, viele nach dem Forum ge-schleppt , wo ein Haufe Leichname hoch empor stieg. Da wurde derOberpriester Jupiters an dem Altar seines Gottes umgebracht;Catulns, der tugendhafte und aufgeklärte Consul, der mit Mariusden Ruhm des cimbrischen Sieges theilte, genöthiget in einem neugetünchten Zimmer durch Erstickung sich das Leben zu nehmen;der Kopf des Antonius, des größten damaligen Redners, unterdem Essen zu Marius gebracht, welcher frohlockend ihn betastete,v. sthr. und den bluttriefenden Mörder umarmte. Dieser Augenblick warseine letzte Freude; Marius starb. Viele tausend Sklaven, welcheer gegen die Bürger bewaffnet hatte, und welche bei ermangelndemSold mißvergnügt wurden, versammelte Cinna (als zur Bezahlung)auf das Forum, wo sie umringt und niedergemacht wurden.

Sulla schien alles zu vergessen, um Rom au dem Könige desPontus zu rächen. Er eroberte Athen nach einer Belagerung,worin die Bürger, durch Hungersnoth getrieben, sich der Speisedes Menschenfleisches nicht enthalten hatten; er vergab den Atheniensernum ihrer Väter willen. In dem entscheidenden Treffen in Böotiennöthigte die Tapferkeit und Kunst des Mithridatischen Feldherrn dieRömer zum Weichen; da stürzte Sulla in die Feinde, und riefunter sein Heer: „Soldaten, wenn man fragt, wo ihr euren Feld-herrn gelassen, so sprecht, in der Schlacht." Dieses beschämendeWort ermannte sie zur Pflicht, sie gab ihnen den Sieg. Nie istvon größeren Männern jede Hülfsquelle länger wider einander benutzt