Cap. 23. Marius und Sulla.
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worden; nicht nur die unerschöpflich scheinende Kraft der Erfindungendes Mithridates hatte Sulla zu bekämpfen, auch Marianische Partei«bäupter verwirrten Asien, bis er Fimbria zum Selbstmord, denKönig zu einem solchen Frieden zwang, wodurch Cappadocien,Bithynien, Asien, die Mithridates schon für sein hielt, ein Theilseiner Flotte und eine große Summe Geldes den Römern übergebenwerden mußten.
Hierauf begab sich Sulla so ruhig zurück nach Italien, als ober in tiefem Frieden käme, einen Triumph zu begehren. BonApulien, wo er landete, zog er in bester Ordnung und genauerKriegszucht das Land hinauf. Es begegneten ihm entflohene Con-sularen, und Sulla schien weiter nichts zu wollen, als die Wieder«einsetzung des Senates in verfassungsmäßige Rechte, Cinna, dergegentheilige Maßregeln mit einem einer bessern Sache würdigenMuth ausgeführt hatte, als er sein Heer wider Sulla führen wollte,wurde in einem Aufstande der Soldaten erschlagen. Sulla, vondem Berg herabziehend, welcher über Capua liegt, siegte über denConsul Norbanus. Das Heer, welches L. Scipio wider ihn anführte,ging zu ihm über. Der junge Cnejus Pompejus führte ihm ausdem Picenum die zahlreiche Clientschaft seines Vaters zu. Indeßbemächtigte sich ein Sullanischer Officier der Insel Sardinien. DerMarianische Prätor von Afrika wurde, als ein stolzer, geizigerMann, in einem Aufruhr mit seinem Hause verbrannt.
Bei solchen Umständen berief zu Rom der Prätor Damasippus,auf Befehl des jungen Marius, den Senat und machte Friedens-vorschläge. Alle in Rom noch vorhandenen vornehmen Bürger,alle, die jeden Frieden der blutigen Rache vorzogen, versammeltensich auf der hostilischen Curia. Diesen Augenblick wählten die Ma-rianer zur Vollendung ihrer Verbrechen, indem sie die ganze Ver-sammlung umbrachten; vor der Vesta heiligem Feuer fiel der oberstePontifex Scävola.