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Vierter Band.
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204 Buch XXlV. Zustand von Europa im Jahr 1783.

verbrannt, und offene Briefe des Königs gegen diese Vorgänge nichtangenommen.

Da begab sich der König nach Paris;'der Parlaments - Palastwurde mit Militär unringt; der König erschien; alle Beschlüsse,alle Proceduren wider den Duc d'Aiguillon mußten in seiner Gegen-wart vernichtet werden; es wurde Stillschweigen geboten; weitererklärte der König, die Verbindung der Parlamente für null undmajestätswidrig, und befahl den Präsidenten, jede Sitzung, worinderselben erwähnt würde, aufzuheben. Das Parlament in seinernächsten Versammlung resolvirte: „die willkürliche Macht bedrohe„den Geist und Buchstaben der französischen Verfassung und verletze„des Königs Eid; das Parlament werde nie unterlassen, an dem„Thron die Sprache der Wahrheit zu reden." Alles dieses geschahbeiderseits eben so in den Provinzen. Die Theurung stieg, dieGährung nahm zu. Um diese Zeit wurde dem Duc de Choiseuldas Ministerium abgenommen.

n.Chr. Der Canzlar Maupeou, ehemals Parlamentspräfldent, unter-

1771. nahm diese Opposition durch ganz neue Einrichtung zu unterdrücken.In der Nacht des 19ten Jänners brachten Musketiers allen Parla-mentsgliedern (ausgenommen vierzig) Verhaftbriefe. Die vierzig undder oberste Präsident protestirten am folgenden Morgen wider diesenMißbrauch der Gewalt. Die leidenden bewiesen römischen Muth.Laut erhob sich für sie die Stimme der Nation. Der große Rath,welcher an die Stelle des aufgehobenen Gerichtshofes trat, bedurftezu seiner Sicherheit Garden. Alle Prinzen vom Geblüt, viele Pairs,die übrigen Parlamente Protestirten. Das von Rouen erklärte Mau-peou's neues Parlament für „eine Rotte meineidiger Feinde des„öffentlichen Wohls." Vergeblich verwickelte der Canzlar alle Par-lamente in den Ruin des vornehmsten: vergeblich versprach er unent-geltliche Rechtspflege; vergeblich wurde der Parteigeist der aufgehobenenCollegien vorgestellt: alle Franzosen. hielten sie für Vertheidiger des