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rer E' Andruck machte der Fall Magdeburgs auf dieProtestanten. Gustav vernahm die Nachricht mit großem Schmerz.Da er fürchten mußte, daß man ihn als Mitschuldigen anklagenwerde, weil er keinen Entsatz versucht habe, erließ er eine öffent-liche Vertheidigungsschrift. Er zeigte darin, daß seiner Seits vorEroberung Frankfurts unmöglich etwas für die Stadt habegeschehen können, ohne Alles aufs Spiel zu setzen, daß er nach-her in Eilmärschen zum Ersah herbeigerückt, aber durch dasZögern Churbrandenburgs, und noch mehr durch die Weigerungdes Churfürsten von Sachsen an der Ausführung seines Planesverhindert worden sey. Auch die eigenen Fehler der Magde-burger, ihr Geitz und ihre Gleichgültigkeit wurden nach Gebühraufgedeckt. Den Haupteinwurf dagegen, den man ihm machenkonnte, warum er nach Besetzung Spandaus nicht geradezuauf Magdeburg losmarschirte, sondern durchaus einen Umwegüber Wittenberg oder Dessau machen wollte, berührt ernicht. Magdeburg liegt bekanntlich auf dem linken Ufer derElbe, aber ein Theil der Werke erstreckte sich bis auf das rechte,und wennGuftav Ad olph auf diesem, gegenüber der Stadt erschien,so konnte er die Verbindung leicht herstellen. Jedenfalls mußtedann Lilly entweder abziehen, oder den Schweden eine Schlachtliefern. Aber Lcztcrcs wollte Gustav Adolph nicht, weil eran Mannschaft weit schwächer war als Lilly und Papp ru-he im zusammen. Daher sein Wunsch, nicht ohne den Churfürstenvon Sachsen den Entsatz oder vielmehr die Schlacht zu wagen,welche die Stadt befreien sollte. Diesen Beweggrund, der einseinem Ansehen nachtheiliges Bekenntniß gewesen wäre, durfte ernicht öffentlich aussprcchen, daher wird derselbe in der Verthcidigungs»schrift mit Stillschweigen Übergängen. Tadeln darf man übri-gens Gustav Adolph nicht, weil er unter den gegebenen Um-ständen und ohne fremden Beistand kein nachtheiliges Treffenwagen wollte. Hätte er auch im glücklichsten Falle die BefreiungMagdeburgs mit einem großen Verluste seines Heeres erkauft,so wäre dieß schlimmer gewesen, als wenn die Stadt fiel undsein Heer unversehrt blieb. Aber wie dann, wenn die Schwedengeschlagen wurden, und Magdeburg in Folge dieser Nieder-lage sich dennoch ergeben mußte? Ein König soll nicht ausMitleid handeln, sondern immer das Ganze im Auge behalten.
Mehr als Gustav Adolph, wurden die benachbarten pro-testantischen Fürsten, denen Lilly seinen Sieg in einem hohenone ankündigte, von dem Falle Magdeburgs ergriffen.
?A"ck-n mußte der kaiserliche Feldherr mit großer^ > und lltachdruck benutzen, wenn er Früchte von dem errungenen