Jahrhundert, X. Capitel. 40z
gen des Vergangenen abzutragen hätte. Gleichwie ecnicht, als nur für sich alleine, zu regieren gedachte; soprätendlrte dieselbe hingegen, daß er blos ihrentwegenauf dem Throne wäre. Nachdem sie sich den König alseinen unverbesserlichen Verschwender vorgebildet, so warfür sie kein drittes Mittel dazwischen, ihn entweder vomThrone zu stürzen, oder ihm mit Gefälligkeit in einigenStücken der Verschwendung nachzusehen, um dadurchgrößere zu verhindern, um ihn zurück zu halten, schimpf,liche Zuflüchte und höchftschadliche Hülfsmittel vorzusu-chen. Bey ihrer 'geäußerten Strenge gegen ihn, oftin'geringen Dingen, machte sie ihn schüchtern;*und erhielte deswegen für nichts, seine Fehltritte zu vergrößern,wann er sie nur der Nation verbergen konnte. Das In,teresse der Völkerschaft muste fast in den Augen eines Für-sten wie eine Chimäre aussehen, welcher sich für überzeu,get erachtete, daß die Ehre und Redlichkeit in den tugend,haften Menschen nichts anders wären, als Mäßigungen,in Ansehung ihres Interesse und besondern Vortheils.Das Bezeigen' der Höfe gegen ihn in den wunderbarenAbwechslungen, denen sein Schicksal ausgesetzet war, er-weckte in ihm ein großes Vorurtheil zur Bestärkung die-ses gefährlichen Grundsatzes; und unglückseliger Weisebekräftigte ihn die Aufführung der vornehmsten Personenin seinem Reiche, nur allzusehr in dieser Meinung. DasParlement, diese ehrwürdige Versammlung der Beschü-tzer der Gesetze, empfieng alle Eindrücke von heimlichenBestrebungen und Verbindungen, und wurde nicht an,derst in Bewegung gesetzet, als durch Intriguen und Ver-führung. Unter allen Engelländern, die mit dem größtenAufheben von den Gesetzen und Freyheiten der Nationsprachen, befand sich auch nicht einer, den Carl nicht zuseinem Vortheil bestechen konnte, so bald es ihm gefiel,ihnen dasjenige zu bezahlen, was sie zu vermögen sich ein-bildeten. Der Graf von Clarendon theilte mit ihm dieallergehäßigsten Vergehungen, ja er erweckte in ihm oft
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