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Staatsgeschichte von einem Jahrhundert : worinnen sich, nach ihrer Ordnung und verschiedenen Verhältnissen, das Interesse, die Absichten, und das Verhalten der vornehmsten Mächte von Europa seit dem westphälischen Frieden 1643, bis nach dem geschlossenen aachener Frieden im Jahr 1748 angezeiget finden / [Jean Henri Maubert de Gouvest] ; aus dem Französischen mit fleissiger Prüfung übersetzt [v. Johann Gottfried Bernhold]
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Jahrhundert, XI. Capitel. 42z

den sollen; der noch weder eine Seemacht noch Commerzcium errichtet hatte, durch dessen Ruin demselben seine. Macht wäre zu beschneiden gewesen; der seine Sorgenüber alle Theile der Regierung erstreckte, und sich vonTag zu Tag fürchterlicher machte, ohne daß Europa, des-sen Freyheit dieser Wachsthum bedrohete, darüber Feuergefangen hätte? Gewiß, Ludwig der XIV konnte der Kro-ne Engelland sowohl innerhalb als ausserhalb Feinde er-wecken ; und das Glück hatte ihn in so günstige Umständegeseßet, daß für ihn eben soviel in einem Kriege, als durchein Bündniß, mit dem König Carl zu gewinnen war.Spanien that ihm die prächtigsten Anerbietungen, undwürde ihm die gänzliche Verlassung Portugalls, durchmehr als hinlängliche Abtrettungen von Herzen gernebezahlt haben, um ihn wegen des Zuwachses aü Reich-thümern und an Macht, welchen dasselbe durch die Wie-dereroberung dieses Reichs erlangen würde, zu beruhigen.Der Kaiser und das Reich würden diesem guten Verneh-men zwischen beiden, miteinander eifernden, Mächten ei-nen vollkommenen Beyfall gegeben haben. Die Hol-länder, welche an zween Abgründen stunden, wurdenden nächsten vermieden haben, durch die Behutsamkeiteinen Prinzen zu reißen, den die Empfindlichkeit vermö-gend war, von den Regeln der gesunden Staatsklugheit,abweichend zu mM)en; und durch nachdrückliche Gefällig-keiten würden sie ihn an dasjenige Interesse vest verbun-den haben, welches die Könige von Frankreich allezeitan der Erhaltung ihrer Republik haben werden. Viel-leicht, daß die Hoffnung, das englische Commerciuman sich zu reisten, sie gar bewogen hätte, sich zu dessen Nie-derrichtung mit ihm zu vereinigen.

Man kann wohl zweifeln, daß Carl der II sein Be-zeigen nach diesen Betrachtungen eingerichtet habe. Sei-ne Schwachheiten und die Corruption, oder die schlechteBeschaffenheit seiner Staatsbedienten, lassen im Gegen-theil schließen, daß er seine Entschlüsse von Yen unedelstes,

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