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Staatsgeschichte von einem Jahrhundert : worinnen sich, nach ihrer Ordnung und verschiedenen Verhältnissen, das Interesse, die Absichten, und das Verhalten der vornehmsten Mächte von Europa seit dem westphälischen Frieden 1643, bis nach dem geschlossenen aachener Frieden im Jahr 1748 angezeiget finden / [Jean Henri Maubert de Gouvest] ; aus dem Französischen mit fleissiger Prüfung übersetzt [v. Johann Gottfried Bernhold]
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Jahrhundert, Xlll. Capitel. 43!

«ittgesiehen mögen. Es war gerecht / daß eine Gesell-schaft für die andere Genugthuung leiste; und der Hof zuLissabon handelte nach der genauesten Billigkeit, da erverlangte, daß die gewaltsamen Einrahmungen, so dieostindianische Gesellschaft ausgeführet, in eine Vergeltungmit dem Verlust, den die westindianische Compagnie er-litten, geseHet würden.

Aber so urtheilte matt nicht itt den vereinigten Pro-vinzen , allwo jegliche dieser Handlungsgesellschaften aneine Art der Souverainete gewöhnet ist, und das Rechtin Anspruch nimmt, in ihrem eignen Namen zu trakci-ren. Man verstellte sich gegen die Portugiesen, von de-ren Wirksamkeit man wenig befürchtete; und man ver-sprach sich, sie mit Nachdruck einzutreiben, sobald deeFriede mit dem Cromwel würde geschlossen seyn. DerKönig sahe sich aber gegen diese Gefahr »vor, indem er«inen Allianz - und Commercientraktat mit dem Protektorschlösse. Emanuel Saa, sein Ambassadeur zu London,handelte und schloß diesen Bund ab, ungeachtet der hefti-gen Beleidigung, die ihm Cromwel angethan, der sei-nem Bruder den Kopf herunterschlagen ließ, nachdem erdenselben mit Gewalt aus seinem Pallaft hatte herausho-len lassen. Dee Usurpateur war zu mächtig, als daß erüble Folgen von einer solchen Gewaltthätigkeit hätte be-fürchten sollen; und Portugall brauchte seiner Hülfe garzu nöthig, als daß es darüber hatte Feuer fangen sollen.Der Traktar gestünde den Engelländeen den freyen Han-del nach den ost-und westlichen Indien zu, nebst der Ge-wissensfreyheit, und gottesdienftlichen Uebung in ihrer»Häusern durch ganz Portugall. Sie wurden von aller»Zöllen bey der Einfuhr, und andern mehr befteyet fürdie Handelswaaren, die sie aus Portugall nach Brasilien,und die sie von Brasilien zurück nach Portugall bringenwürden. Auf diesen Traktat vorn Jahre 1654 folgte diegänzliche Verjagung der Holländer aus Brasilien. DieNeuigkeit davon kam vor die Staaten, als sie eben be-Erster Theil. Hh schloß