Jahrhundert, XV. Capitel. 549
Abscheu gerathen seyn , sich unter einem eigenmächtigenOberherrn zu befinden; und man würde sie eben so leichtdahin gebracht haben, ihren Grafen wieder in sein Nichtszu verwandeln, als man sie verleitet hatte, ihn hervor zuziehen. Es mag nun seyn, daß ein oder der andere statt-halterisch Gesinnter die Falle eingesehen habe, oder daßvielmehr die Parthey das Vergnügen genießen wollte, ih-ren Widersacher vollkommen zu demüthigen, genug, dieMeinung des Valkeniers wurde verworfen. Wilhelmwar eifrig darauf bedacht, alle äusserlich« Umstände, alleFormalitäten auf seiner Seite genau zu beobachten. Gleich-sam als hatte der Eid, den er gleich bey seiner Beförde-rung zum Generalat geschworen, sein Gewissen stark ge-bündelt, wollte er davon von den Generakstaaten losge-sprochen werden, bevor seine Ausrufung zum Sta ach altervorgenommen würde. Nach dieser, in den damaligenUmständen, lächerlichen Ceremonie, litte er, daß er zumStatthalter von der Union creiret wurde, unter der Zuge-stehung aller der hohen Vorrechte, deren seine Vorfah-ren genossen hatten.
Bey der ersten Gelegenheit so er hatte einige Ver-richtungen auszuüben, konnten die Republikaner erken-nen, daß keine Versöhnung für sie zu hoffen seye. Alsdie Staaten ihn einluden , sein Gutachten über die Mit-tel den Frieden zu erhalten, mitzutheilen, so verlangteer, daß man, ehe die Berathschlagungen eröffiet würden,den Peter van Groot aus der Versammlung hinaus schaf-fen sollte. Dieser war ein Freund des Pensionarius, aberer hatte sich der Staatsveränderung unterworfen. Er istAmbassadeur am französischen Hofe gewesen, aber er hatteseine Herren nicht verrathen. Van Groot schloß aus die-ser ersten Ungerechtigkeit, was ihm dieselbe auf das künf-tige voraus verspreche; daher dachte er auf seine Sicher-heit, schiede sogleich aus der Versammlung, und nichtlange darauf aus den Landen der Republik.
Mm z
Unter!-