Jahrhundert, XVM. Capitel. 665
bi'ndung mit dem Statthalter zu erhalten. Fälschlich mis-set man seiner Verstellung den Vorschub bey, den er beyCarls Lebzeiten Wilhelmen und seiner Gelangung zumThrone gemacht hatte. So trotzig und hochmüthig undalso seine Neigungen zu zwingen gar nicht fähig er war,wie es seine Feinde selbst sagen, und seine Aufführung zurGenüge bewiesen hat, so war es allein die Ueberredung,welche ihn den Schimpf verdauen machen konnte, wel-chen sein und feines Bruders des Königes Vorschub ihmvon Seiten seines Eidams zuzog. Wilhelm stund vonlanger Hand in einem Verständnisse mit den Ministern.Der Graf von Rochester (Hyde) hatte mehr Neigung ge-gen seine Base als gegen seinen Schwager, dem seinezweyte Vermahlung seine Schwester aus dem Gedächtnissegebracht hatte; und sein Ehrgeitz versprach sich viel mehrvon der Erkenntlichkeit der einen, als von der kaltsinnigenFreundschaft des andern. Der Graf von Sunderlandhatte sich bey Wilhelmen, schon von der Zeit, da die Aus-schließungsbill in Vorschlag gebracht worden, anheischiggemacht; und sein Freund, der junge Sidney, in wel-chen der Statthalter ein.besonderes Vertrauen setzte, un-terhielte dieses Verständniß in der größten Stille. Mai,glaubte, die Ungnade des Grafen würde unter dem neuenKönige unfehlbar seyn. Aber er wüste sich bey der Kö-niginn in Gunst zu setzen, und ihr gutes Zutrauen sich soweit zuwege zu bringen, daß sie es über sich nabm, dem .Könige, ihrem Gemahl, eben diese Gesinnungen, in Ab-sicht auf ihn, beyzubringen. Sie war darinnen nur all-zuglücklich. Der Graf regierte beide; und der Lord Go-dolphin, welcher hatte in Versuchung gerathen können,ihm diese große Gunst streitig zu machen, begnügte sich,nach ihm der nächste darinnen zu seyn. Er hatte gleicher-weise für die Ausschließungsbill gestimmet,und seine Ver-bindungen gegen Wilhelmen mögen zwar nicht so starkgewesen seyn, aber doch sind sie gewiß ehen so alt, als desGrafen feine, gewesen«
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