Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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Scheine der Fackeln Gasparde mit frecher Geberde be-leidigt hatte. Auch er schien sich meiner näherschreitendzu erinnern, denn sein Ange blieb unverwandt auf mirhaften. Wir hatten die halbe Breite der engen Gasseinne, die andere Hälfte den uns entgegen Kommendenfrei lassend. Da Boccard und Lignerolles auf derMauerseite gingen, mußten der Graf und ich hart aneinander vorüber.

Plötzlich erhielt ich einen Stoß und hörte den Grafensagen: „Gieb Raum, verdammter Hugenott!"

Außer mir wandte ich mich nach ihm um, da riefer lachend zurück: „Willst du dich auf der Gasse so breitmachen wie am Fenster?"

Ich wollte ihm nachstürzen, da umschlang mich Boccardund beschwor mich: „Nur hier keine Scene! In diesenZeiten würden wir in einem Augenblicke den Pöbel vonParis hinter uns her haben, und, da sie dich an deinemsteifen Kragen als Hugenotten erkennen würden, wärstdu unzweifelhaft verloren! Daß du Genugthuung er-halten mnßt, versteht sich von selbst. Du überlässestmir die Sache, und ich will froh sein, wenn sich dervornehme Herr zu einem ehrlichen Zweikampfe versteht.Aber an dem Schweizernamen darf kein Makel haften

C. F. Meyer, Novellen. I. 5