Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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einen Bewohner der Hölle malst. Woher hast dudieses schwarzhaarige Haupt?"

„Es ist das deinige," versetzte Dante kühn, undCangrande fühlte sich geschmeichelt.

„Auch die übrigen Gestalten der Erzählung," fuhrer mit lächelnder Drohung fort, „werde ich, ihr ge-stattet es?" — und er wendete sich gegen die Um-sitzenden — „aus eurer Mitte nehmen und ihnen eureNamen geben: euer Inneres lasse ich unangetastet, dennich kann nicht darin lesen."

„Meine Miene gebe ich dir preis," sagte großartigdie Fürstin, deren Gleichgültigkeit zu weichen begann.

Ein Gemurmel der höchsten Aufregung lief durchdie Zuhörer, und: „Deine Geschichte, Dante!" rauntees von allen Seiten, „deine Geschichte!"

„Hier ist sie," sagte dieser und erzählte.

Wo sich der Gang der Brenta in einem schlankenBogen der Stadt Padua nähert, ohne diese jedoch zuberühren, glitt an einem himmlischen Sommertage untergedämpftem Flötenschall eine bekränzte, von festlich Ge-kleideten überfüllte Barke auf dem schnellen, aber ruhi-gen Wasser. Es war die Brautfahrt des Umberto