Buch 
Novellen / von Conrad Ferdinand Meyer
Entstehung
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beschwor die Mutter, auf das alberne Geschwätz Jsot-tens nichts zu geben, aber umsonst. Madonna Olym-pia erhob die Arme gen Himmel und dankte auf offe-ner Straße dem heiligen Antonius mit Inbrunst, daßer ihre tägliche Bitte über alles Hoffen und Erwartenerhört und ihrem Kleinod einen ebenbürtigen und tu-gendhaften Mann, einen seiner eigenen Söhne bescherthabe. Dabei geberdete sie sich so abenteuerlich, daßdie Vorbeigehenden lachend auf die Stirne wiesen.Die verwirrte Antiope gab sich alle erdenkliche Mühe,der Mutter das blendende Märchen auszureden; aberdiese hörte nicht und baute leidenschaftlich an ihremLuftschlosse weiter.

So langten die Frauen in dem Palaste Canossaan und begegneten im Thorbogen einem steif geputztenMajordom, dem sechs verschwenderisch gekleidete Dienerfolgten. Herr Burcardo ließ, ehrerbietig zurücktretend,Madonna Olympia die Treppe vorausgehen, dann, ineiner öden Halle angelangt, machte er drei abge-zirkelte Verbeugungen, eine immer näher und tieferals die andere, und redete langsam und feierlich:„Herrlichkeiten, mich sendet Astorre Vicedomini, hoch-dieselben unterthänigst zu seinen Sbosalizien zu laden,