Pferd. 99
Aus Zurückhaltung feiner Kräfte tritt derPohle nicht gehörig ans Mundstück heran, sel-ten oder nie hak er eine sanfte Anlehnung aufdie Faust des Reiters, wenn er nicht immermit den Schenkeln vereinigt und an die Handgetrieben wird.
Aus Zurückhaltung seiner Kräfte kömmtein jedes andere Pferd, das weniger haushälte-risch mit sich selbst ist, und keine Fehler derLunge hat, in der Carriere auf eine kurze Di-stanz dem Pohlen weit vor, allein bey einemWettlauf nach einem zu mehreren Meilen ent-fernten Ziele hält dieses mir seiner Force undseinem Arhem, mit welchem es im /Anfange desRennens so verschwenderisch umging, gegen densparsam mit seinen Kräften wuchernden Pohlennicht aus, und man kann im Allgemeinen be-haupten, daß jeder Pohle, auch gerade nicht derkräftigste, jedes andere Pferd, wenn man denenglischen Wettrenner ausnimmt in einer Streckevon 8, lo, i 2 und mehreren Meilen allemahlausläuft.
Aus Zurückhaltung der Kräfte trifft manselten bey pohlnisch berittenen Regimentern so-genannte Ausreißer oder Durchziehen an, dienach dem geendigten Schock auf das Commando-wort nicht achten, und troh dem Verhalten ih-res Reiters noch ein Stück fortschießen; ausZurückhaltung seiner Kräfte fällt sogar der ge-diente und mit den militairischen Evolutionenschon bekannte Pohle von sich selbst aus derCarriere in den Gallop, wenn er das ausgestecktePoint de vüe des Schocks erreicht sieht. Daman hingegen bey deucschberittenen Regimenterneine Menge solcher sogenannter Stürmer findet,die bey jeder Attaque wenigstens so, za und
Äs mehrere