4Z6 Pferd.
Zn den wilden Gestüten, in Ungarn undandern Ländern, sind .sich die Pferde Winterund Sommer gänzlich überlassen,, sie suchen ihreNahrung und begatten sich, wenn es ihnen dieNatur gebeut, und die Begattung ist wirksam.Dieser natürlichen Art kommt freylich die amnächsten, deren hier eben erwähnt avurde, undman nennt dieselbe die Bepeckungi im. Freyen,weil man sie der aus her Hand entgegegen seht.
Die Bedeckung oder das Beschälen imFreyen geschieht auf dreyerley Art. Die erstebesteht darin, daß man eine Stute und einenBeschäler in einen Raum einschließt; die zweyte,wenn man unter mehrere Stuten mehrere Be-schäler mischt; und die dritte, wenn man dieBeschäler und Stuten beständig unter einanderin der Wili-niß herum laufen läßt.
Die erste Art, eine Stute im Freyen be-decken zu lassen, ist nicht üblich, aber von Nutzenund Wirkung, wobey sehr viele Unbequemlich-keiten, welche sich bey der zweyten und drittenArt finden, wegfallen. Sie ist sehr praktisch,und geschieht oft wider unsern Willen, Andniemahls vergeblich. Häufig kommt man. aufReisen mit einer Stute in einen Stall, in.wel-chem ein Hengst steht,, welcher, dnrch den Ge-ruch und das Higern von der Rossigkeit seinerbenachbarten Stute unterrichtet wird, ..sich löset,' sich ihr nähert, und sie befruchtet. Die . aussolchen Bedeckungen entstehenden . Fällen nenntMan gewöhnlich gestohlne Füllen.- Die zweyteArt, im Freyen zu bedecken,, geschieht, wennman-unter eine gewisse Anzahl Stuten, welche' entweder in Wäldern oder auf-Weisen eilige-schlösse ü sind, eine gehörige Anzahl Beschälerlaufen laßt, welche zwey oder drey Monathe nn-