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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd. -59

aloe in Wasser aufgelöst und nüchtern auf ein,mahl gegeben, entfernen. Sieht man, daß sichdarauf einiger Appetit wieder einfinvek, beson-ders wenn man dem Pferde statt des bisherigengewöhnlichen, anderes gutes Futter, frischesGras oder einen Mehltrank Vorhalt, dann kannman ihm mit einer magenstärkenden Arzeney zustatten kommen: z. B.ühm des. Tages ein paar-mahl Brod mit Honig und Wacholderbeeren,oder ein paarmahl einige in Branntwein getauch-te, und mit Salz, Kümmel, Ingwer oder Pfef-fer bestreute Brodschnitte, oder ein grobes Pul-ver aus Kalmus, Enzian oder Wermuthkraut,Bitterklee, Kardobenediktenkraut. Anis, Fenchelmit Salz stark gemengt, zu lecken geben, undzum trinken einen Absud von Nußbaumblatteruunter das Wasser gießen.

Frißt aber das Pferd bloß deswegen nicht,weil es zuvor zu viel gefressen hatte, so ist hun-gern lassen das beste, und außer diesem wohlfeil-sten Mittel wird ein Salzlaxier von zwey ge-häuften Händen voll Salz, wobey man auchzugleich ein Klystier geben kann- die schnellsteWirkung thun. Ist das Pferd hergestellt, so ge-be man ihm gutes Futter, Mehltränke, undnicht zuviel Futter auf einmahl.

Durch voreiliges Aderlässen bey dem Auf«stbßigwerden schadet man im 20 und zo Fallen,bis man in einem nutzt. Nur alsdann ist dasAderlässen nöthig und auch nützlich» wenn mangewiß überzeugt ist, daß Vollblütigkeit oder eineEntzündungskrankheit eines Theiles die Ursachedes Aufstößigwerdens ist.

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