76o Pferd.
Neue Fütterung für Pferde in England.
Die neueste Entdeckung in Ansehung der. Pferdefütterung in England ist folgende, dieauch manchem deutschen Landwirth angenehmseyn muß. Man hat nähmlich in England durchmehrere Versuche gefunden, daß man zum we-nigsten die Hälfte der gewöhnlichen Unkosten er-spart, wenn man die Pferde, welche arbeiten,und zum steten Zug und Feldbau gebrauchtwerden, mir Turnipsen (Burgunderräben, Ran-gerschen) füttert, noch mehr lehrte die Erfah-. rung, daß diese Pferde sich dabey besser befin-den, als -bey anderm Futter sie werden nichtso leicht zu fett, ihre Haare bleiben immerglatt, und sie sind den Winterkrankheiten we-niger ausgesetzt. Die darüber gemachten Erfah-rungen sind folgende: Ein Edelmann in derGrafschaft von Nottingham hielt in den letztenWintern fünfzehn Zugpferde, futterte sie bloßmit Turnipsen, und gab ihnen dabey ganz we-nig Heu und gar kein Getreide und Hafer.Ob sie gleich beständig arbeiteten, so behieltensie doch ein gutes Aussehen, und waren vorzüg-lich ganz gesund. Ein Edelmann zu Leicestershirehielt noch mehrere Zugpferde, als der vorbenann-te, fütterte sie auch den ganzen Winter übermir Turnipsen, und ersparte dadurch nach seinereigenen Aussage 120 bis izo englische ViertelHafer. Die Pferde befanden sich bey anhalten-der Arbeit gleichfalls ganz wohl.
Die Art, wie man die Turnipsen denPferden füttert, ist folgende: Man schneidetdie Rüben oben und unten ab, wäscht sie als-dann, stößt sie in einem Troge zu kleinen Stük-kerr (einige schneiden sie auch, aber dieses ist zu
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