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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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7kS Pferd.

Zu Aristophanes Zeiten kostete in Athenjein Pferd zum Wettrennen täglich Methgeld

Mienen oder 1200 Drachmen, oder ro 8 vLivreö. '

Die deutschen Weiden und Wiesen undderen gutes Futter waren schon den Zeitendes Pünius vor allen andern berühmt.

Zn den Pferdeftällen halten sich nie Wan-zen auf, und wenn auch Bettladen, worinWanzen sind, in einen Pferdestall einige Zeitgestellt werden, so' weichen sie aus selbigen odersterben. Vermuthlich ist ihnen der Geruch derPferdeausdünstung zuwider, und die Erfahrunghat gezeigt, dich Wenn man Pferdedecken, worinsich der Schweiß recht eingezogen hat, in Bet-reu, worin Wanzen sind, legt, sie ebenfall- wei-chen oder sterben.

Am Senegalfluß machen die Vornehmendes Landes ihren Königen statt der Zölle jährli-che Geschenke von Pferden und Pferdegeschirren,die daselbst eine Seltenheit sind, und dähert ingroßem Werthe stehen. Die Pferde in diesemNegerlande stehen in den höchsten Preisen, weilr»an sie mit vielen Schwierigkeiten erhält, in-dem sie zu Lande aus der Barbarey mit denArabern und Azanüghis kommen. Wege« dergroßen Hitze aber leben sie nicht lange, indemsie so fett werden, daß der größte Theil an ei-ner Verhüttung des Urins stirbt. Das Futter,welches man ihnen in diesem Lande gibt,.bestehtaus Blattern der Bohnen, die an den Pflanzenübrig bleiben, nachdem die Bohnen eingesammeltsind. Diese werden klein geschnitten, wie Heugetrocker und den Pferden gegeben. Man gibtihnen auch Hirse, wovon sie fett werden. Ei«Pferd sammt dem GHchirr wird^ nachdem e»