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verschlossen; sie machten keinen Theil der guten Ge«ftllschaft oder der schönen Welt ans. Vielleicht auch-arum zeichneten sich die Griechen in ihren Werkenweniger durch Galanterie und höflichen Ton aus, alsdurch männliche Weisheit und Würde; vielleicht auchdarum bedurften so wol sie, als die Morgenländer,in ihren Ausdrucken weit weniger Schonung, als wir.
In unserm Klima und Zeitalter, bey vermischtemUmgänge beyder Geschlechter ist die Schamhafligkeit«so wie die stärkste Brustwehr der weiblichen Tugend,also auch ihr gefälligster Liebreiz. So wie überall,so verbirgt sich auch hier das Laster selbst unter derLarve der Tugend. So wie es eine Koketterie derNatur giebt, so giebt es auch eine geheuchelte. Selbstdie Buhlerin erhöht ihren Reiz einiger Massen da,durch , daß sie auf den Wangen rrröthet, auch wen«sich ihr Herz nicht schämt. So wahr ists, daß Scham,hafligkcit die Schönheit der Schönheit ist, und dieStärke der weiblichen Schwäche. Richt weniger istsie ein Zunder der Begierde, als ihre Brustwehr.Nach dem Tourncfort giebt es in der Türkcy eigeneWeiber, welche die Ncuverlobte zum Besuche deSBräutigams vorbereiten, sie einhüllen, und ihrenGürtel mit einer Menge Knoten umgeben, so daßder arme Liebhaber sich Stundenlang martert, biser die Knoten gelöst hat. Nach Stellcrn herrschteine ähnliche Sitte auch bey den Kamtschadalcn.Don dem Augenblick an , da der Bräutigam bey derBraut Zutritt erhält, nehmen die Braut alle Gespie-