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linnen in Schutz , ersticken sie beinahe unter den Klei-dern, umwickeln sie mit Fischc'netzcn und Riemen,und treiben den Liebhaber ohne Barmherzigkeit weg.Hier ist also die Cokctterie zir öffentlichen Sitte,zum gesetzlichen Gebrauche gewwden. Hier also einlebhaftes Bild von dem Angriffe des Jünglings undvon dem Widerstände des Mädchens. Ganz ohneWiderstand, wie unbedeutend ni nicht die Liebe, wiegeschmacklos? Was ist sie. wenn sie sogleich am Ziel'ist? — Was — ohne jene sinnreichen Achtsamkeiten,ohne jene Unruhen, ohne Mischung von Freuden undLeiden? Wie weit mehr Bewegung und Leben, wennin dem Herzen alle Triebfedern, Hoffnung und Furcht,Zuneigung und Abneigung gespannt sind? Diesen in-nern Streit schildert der Dichter in folgenden Versen:
iVlalkeureuis ä'etre inbumsine,lkontcule äs ne 1'ötroHicmire repcruilo avoa peinoA,c>8, gu'clle sppLÜe en süs brsHIkemire enivrse, eperäüa,lour-ö-tour lc Isiüs empörterplaihr cle s'etre rcnclüe,
^ ls xloire äs resitier.
Ohne Zwang, sagt man, herrschte in dem golde-nen Alter die Liebe. Für die Liebe war es also keingoldenes Alter. Wol hab' ich Unterthanen, klagteder Liebesgott, aber Lämmer find es; sie leben ein-förmig, wie diese. Rühmlos ist meine Regierung.