rechter Zeit auf, daß die Coketterie, so wie ich sieidealisiere, auch unter den Ehegenossen ihr Spielforttreiben soll. Durch dieselben Mittel nämlich wirdder Besitz des liebenden Herzens erhalten, durch diees erobert worden. Mehr oder weniger beobachtetalso ein kluges und zärtliches Weib gegen den Manndieselben Regeln des Anstandes, die es als Mädchengegen den Liebhaber beobachtet hat. Dieselbe Scham-haftigkeit bleibt auch nach der Verhcurathung seineBegleiterin; dieselbe Reinlichkeit im Anzüge, derselbegute Ton und Geschmack im Umgänge, dieselbe zu-vorkommende Achtsamkeit fesselt den Gatten, wievormals den Freyer.
Nein, das Blatt lege ich nicht weg, ohne daß ichnoch vorher auf eine besondere Art der Coketterie auf-merksam mache, auf die mystische Coketterie:
»Alle cvketten Damen frömmeln mchrentherls,,, wenn sie nicht mehr schön sind. Aber wenn man» in ihren Herzen den Uebcrgang von ihren süsseu» Sünden zur Frömmcley etwas genau betrachtet,» so wird man immer zuerst eine CapjllMion zwi.2 schcn Menschheit und Frömmigkeit gewahr; und.» diese ist nur gar zu oft der Weibermystik Anfang.»Ist der Gewissenserwecker, Gewissensrath und,, Beichtvater ein schlanker, frischer und sehr schöner» Mann; hat er schöne, glühende und schmelzende,, Augen, etwas heiteres, sanftes, stisses, kühnes,