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Schlingen und Netze, noch schlauer als die Gewebeder Spinne. Du weisest, wie geschickt eine solcheist , den Leckerbissen zu haschen. Sie ststnnt undwebt die feinsten Schlingen. Theodore: Schlin-gen also sollte ich legen? Sokrates: So plumplockt man das köstliche Wildprät einen Liebhaberund Freund, nicht in das Netz. Auch bey der ge-meinsten Jagd bedarf es unverdrossener Mühe,sinnreicher Ränke und wol abgerichteter Hunde.Theodore: Und, wie denn? Auf ähnliche Weisegeh' ich dem Freund auf die Spur, und hetz' ihn?Sokrates: Warum nicht? Nur, daß du an-statt des Spürhundes Jemand aufsuchest, der dieLiebhaber aufjagt, und du sie alsdenn geschickt in'sNetz treibst! Theodore: Und meine Netze? Sokra-tes : Nur eines einzigen bedarfst du. Feiner gestricktgiebt es keines. Das Zaubergewebe deiner Bildung,und in diesem schönen Gewebe dein Geist. Derists, der die Blicke beseelt, durch die du die Herzengewinnst; er giebt dir die Worte und Einfälle ein,die uns entzücken; er lehrt dich , wie du die Einenlächelnd bewillkommen, und die Andern spröde zu-rückflössen sollst. Nein, von der Kunst der Liebko-sungen sage ich nichts. In dieser Kunst seh' ich dich,Meister. Indem ich an deiner Seite edle und tu-gendhafte Männer als deine Freunde erblicke, über-zeuge ich mich, daß du dich zu ihrer Eroberungnicht bloß täuschender Blendwerke bedienest, sondernächter. Vorzüge und Tugenden. Theo-ote r DerH