gern oder ungern die Bedienten verlassen, und endlichmußten auch Wagen und Pferde abgcschaft werden.Umsonst, daß wir von Monat zu Monat von denPrinzen Beystand oder endlich einmal ihre triumphi-rrnde Rükkchr erwarteten, ach, immer getäuschtblieben unsere Erwartungen! Irrender Ritterschaftmüde, schrieb mir der Markis, daß er sich nun imErnste zurükziehcn wollte. Wozu auch, schrieb ermir, steh ich so manchen bedürftigern Emigrantenim Wege? Wozu auch treib ich mit so manchen unwir-digen Glüksrittern herum? Wozu fall ich mir selbstund Andern zur Last? Wozu entfern' ich mich langervon der Gattin und von den unmündigen Kindern? —Unter heißen Thränen las' ich den Brief, und nur derAnblik meiner l. Kleinen verwahrte mich vor übereiltemEntschlüsse. Unter heftigen Unruhen schloß ich die. ganze Nacht kein Auge. Noch vor Anbruch des Tage-schlich ich mit ernsthaften Gedanken in mein Gärtchen,und warf mich ausser mir vor den leztcn und einzigenRathgcbcr und Retter, vor Gott hin. Unnennbare,nie gefühlte Heiterkeit umfloß mich beym ersten Mor-genstrale; bey dem freundlichen Strale zündete sich inmeiner Brust ein neues Licht an; bey dem Straleder Sonne traf mich gleichsam ein Stral der immergütigen göttlichen Vorsicht: Und was klagst du,schien mir ein Schuzheiliger zuzurufen, was verlangstdu? Zufriedenheit und Ruhe. Wolan denn l Wasbedarf hiczu der Sterbliche ? Wie? Nothwendigbedarf er hiczu Wagen und Pferde, Ordensbänder
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