leicht sie mir einst an der Säte des Markis vorkam»mcn werde. Diesem theilte ich nun den Entwurf zumisrer künftigen neuen Lebensart mir. Der Entwurf,fern von. der Welt unter einem Schaubdache zulcben,scheint freilich romanhaft; ja, tadelnswürdig scheinter bey solchen Personen, denen das Geschik ihrenBeruf in der grossen Welt anweiset: ob aber auch,meine Freundin, bey uns 7 In der Welt sind unsnun alle Aussichten verschlossen. Wir haben kein Va-terland mehr.
Nach getroffener Abrede versah ich mich mit einemgedoppelten Passeport. In dem einen erschien' ich alsFrau des Markis, in dem andern als Weib seinesPächters. Von jzt an spielte ich die Rolc der lcztcrn.Während daß ich meine noch übrigen Kostbarkeiten indem Hause eines vertrauten Mannes zurückließ, wan-derte ich nicht nur unter dem Dasseporte, soirdcrn auchunter der Haube und in dem kurzen Gewände einerDorfnymvhe in die Gebirge von Ncuenburg. Bey-seite laß ich die Rciscbeschrcibumg; beyseite die schrift,lichen Verabredungen. Kur;, ebenfalls unter demPaßport eines Pächters rmd unter ländlichem Gewändekam mir da der Markis entgegen. Nein, meineFreundin, das Entzüken des Wiedersehens beschreibich nicht. Welche Zauberwandlung? Rund umherschien alles uns neu; verjüngt, verschönert, gleich-,sam idcalisirt schien jedes dem andern. Fahr w>ok,v Welt mit deinen Eitelkeiten! Hier tauschen wirfür den Rest unsers Glückes, für den Hof und dir