Buch 
Monatschrift für Helveziens Töchter / von Leonhard Meister
Entstehung
Seite
166
JPEG-Download
 

Büchern. Auf dem Sterbcberhe wollte sie der AbbeTelü bekehren: Er glaubt, sprach sie, bey demz. Könige mit meiner Bekehrung eine Abtcy zu erhole«/ allein / wenn er sein Glük mcht ohne meiner Seele Heil machen kann, je nun, so stirbt er ohne Abtcy.,,Bis ins höchste Alter verbreitete sie Leben über diegute Gesellschaft.

Hier im Auszuge einige ihrer Briefe / so wie siein St. Evremonts Oeuvres cingerükt sind:

An den Herrn von St. Evremont.

Der Abbe Bois übergab mir von Ihnen ein Schreiben/ und sagre mir eben so viel gutes von ihrem Magen / als von ihrem Geiste. Zu meiner Schande gesteh ichs / ich beglükivünsche Sie mehr über jenen/ als über diesen. Immer beredete ich mich / daß ihr Geist sich so lang erhalten werde, als Sie selbst. So sicher zahlt man nicht auf die,, Gesundheit des Körners / und bey ihrem Vcrlurste bleibt doch nichts übrig / als traurige Reflexionen. Unvermerkt gehe auf solche auch ich aus. Nun / ich beginne ein anderes Kapitel. Es betrift einen jungen» Menschen, den ich Ihnen empfehle u. s. w.

An Ebendenselben.

,, Grosses Vergnügen macht mir Herr Clcrmbaut mit der Versicherung, daß Sie noch an mich denken. Ich verdiene es durch meine unveränderliche Frcund-,, fthaft. Die lange Dauer so wol unsrer Freundschaft als unsers Lebens ist würdig , bis auf die Nachwelt zukommen. Ich glaube, ich werde so lang lebcn-^