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wollen/ und so diese unsere Feinde selber zulieben/ die uns verfluchenzusegnen / denen die uns hassen Gutes zuthun / und vor die/ welche unsbeleydigen und verfolgen / zubitten. Könte aber wol ein herrlicher undtheurer Gebott seyn / als dieses ? Das zeiget uns ja die rechte Heiligkeitunsers allerheiligstcn Glaubens; das machet das Gesatzvon der Liebe rechtedel; das bringet uns in eine zierliche Aehnlichkeit mit Gott unserm himm-lischen Vater selber; das unterscheidet uns von Zöllen» und Sündern / jseitel» Nam-und Sitten-Christen; das leget in unsere Hertzen das Siegelder Göttlichen Kindschafft / u. s. f. Gleich wir von diesem allem ein meh-rers haben vernehmen können/nach Anleitung der unserem Text nächst-vorgegangenen Worten / die wir jüngsthin gegen Euer And. verhandelthaben / theils und das vornehmlich auch dieser Stund/ werden zuvernch-men haben / nach Anleitung der eben vorgelesenen Worten desselbigen / inwelchen der leuthselige Herr Jesus uns dieses herrliche und grosse Gebottauf das ernstlichste etnscharffet/ und mit den Mistigsten Gründen an dasGewissen leget/ hiemit auch selbiges von der Verkehrung der falschen Fe-der der Jüdischen ehemahligen Schrifftgelehrtcn auf das herrlichste vmck-ciret/ sagende : Ihr habet gehört/ daß gesagt ist: Du folt deinenNächsten lieben / und deinen Feinde hassen. Ich aber sage euch :Liebet euere Feinde : segnet/ die euch verfluchen : thut Gutes de-nen/ die euch hassen: und bittet für die / so euch beleydigen/ undeuch verfolgen : auf daß ihr Linder styt euers Vaters / der inHimmler» ist : Dann er laßt feine Sonne aufgehen über Böst undGute / und regnet über Gerechte und Ungerechte. Dann wannihr die liebet/dre euch lieben/ was habet ihr für einen Lohn ? Thunnicht eben dasselbig auch die Toller ? Und so ihr allein euere Bru-der grüsset / was thut ihr fürtreffenlichs ? Thun nicht auch dieToller also? Wol eine herrliche Matery/ die bey diesen lieblosen Zei-ten zuverhandlen übermahl von grosser Nothwendigkeit ist. Erwecket dann/Meine Gel. enere Hertzen zu einer andächtigen und liebreichen Aus-mercksamkeit.
Du aber / 0 Menschen - liebender Herr und Heyland JesuChriste / giebe du Gnade/ hieven zureden mit Krafft/ undzuhören mit Andacht. Du hast uns geliebet/ und bist ausLiebe vor uns selber des verfluchtesten Todes gestorben / unddas da wir noch deine Feinde waren / und hast eben dadurchdeine Liebe gegen uns angepriesen und herzlich gemacht. Achlasse diese Liebe die selige Krafft auf unsere Herben haben/
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