Band 
II. Tomus.
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1591
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Vierte Bitt. Matth. VI. n. z 19

trauen der Seligkeit in zweifelmüthigen Kindern Gottes zustärcken.

Gott sorget für ihren sterblichen Leib; Ey warum solte er es dann nichtthun für ihre unsterbliche Seele ? Er wil ihnen geben das eigentlicheBrot; Ey warum solte er ihnen dann versagen das geistliche Brot derSeelen/ das ihnen tausentmahl nöthiger ist? Endlich ist ja nichts gemei-ners bey Gottes Kindern/ als in ihren Gebätern Gott zuerst vorstellenihre geringere/ und dann erst ihre grössere Noth/ und so auf dieser geist-lichen Himmels-Leiter von dem untersten Stafel natürlicher Weise her-aufsteigen auf die höhere/ und gehen von Stafel zu Stafel/ bis siezu Gott in ?ion kommen / hiemit von dem indischen Brot zur völli-gen Erlösung von allem Bösen gelangen. Die verhandelnde Bitt dannselber lautet : himmlischer Vaters gieb uns heut unser täglichBrot. Wir können bey selbiger unterschiedlich bemercken/

l. Die Sach / warum wir baten; Und

n. Die Weis und Manier / wie selbiges geschiehet.

l. Die Sach / warum wir baten / belangend / so ist selbigeUnser täglich Brot- Wir bäten dann «. um Brot. Dieses Brotheißen wir /Z. unser Broc / und 7. tägliches Brot.

«. Wir setzen hier voraus/ und haben es andcrstwobewiesen/daßdurch dieses Brot nicht müsse verstanden werden geistliches Brot/ derHerr Jesus Christus z. Ex. sein Wort / seine Gnade/rc. sonder leibli-ches und eigentliches Bvot. Wiewol fteylich ein gläubiges Kind deshlmmlischen Vaters um dieses letztere Brot fast nicht bäten kan / ohnean jenes geistliche Seelen-und Himmel-Brot zugedencken/und zugleich/indem es Brot / Brot ruffct/ den Mund seiner Seelen nach selbigembegierig aufzusperren. Durch das leibliche Brot aber müssen wir über-mahl nicht bloß verstehen die besondere Speis/ die wir am eigentlichstenBrot heißen/ sonder damit zugleich alles andere/so uns zur Erhaltungunsers zeitlichen Lebens nothwendig ist. Unser Catechismus heißet esdes Leibs tägliche Nahrung und Aufenthalt. Der Herr Jesushat es drunten in diesem Capitel specisicirlich genennetEssen/ Trincken/^...LUeider; Und Paulus Nahrung und Decke; Jacobus die tägliche 'Nahrung/ deßgleichen des Leibes Nothdurffc ; Johannes dteNah-i.T>m.rung dieser Welt. Wann der reisende Patriarch Jacob um dieses 7Brot baten wollen / hat er gesprochen: wann Gott will mit mirseyn/ und mich behüten auf dem Wege/ den ich reise/ und mirwil Brot zuessen geben/ und Kleider anzulegen/ und wil mich

wie-