Band 
II. Tomus.
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1657
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Erster Absatz. Match. VI. i z.

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tes/ so sprich / daß diese Steine Brot werden: Als Wolte er sagen: MaNb.4:;.Gewiß ein so frommer Mensch / wie du bist / solte mich hertzlich erbar-men / so er mußte Hungers sterben. Ey sey dann nicht so grausam ge-gen dich selber / daß du ausschlagest einen Rath / der da harfliessetaus treuem Hertzen / sonder spräh / da du es doch kanst / zu diesenSteinen/ daß sie Brot werden. Zu einer Eva nahet er / eingeklei-det in die gläntzende Schlangen - Haut einer simulirten Freundschafft/und sagt zu ihro: Ihr werdet nicht des Todes sterben ; dannGott weißt/ d.i. ich schweere dir beydem allwissenden Gott/ daß,welches Tages ihr davon esset/ euere Augen werden aufgethanwerden / und daß ihr wie Götter seyn/ und wissen werdet/wasgut und bös ist. Und so tuncket er wahrlich fein Gifftin eitel Zucker/ den. ;-4 5.wie man den jungen Kindern den Wurm-Saarnen/ damit sie ihn destobegieriger zu sich nehmen/ zuverzückern pflegt. Er bringet seine Versu-chungen auch an unter latzen Namen. Als ein kunstreicher Färber weißter die Sünde anzufärben mit dem Schein der Tugend. Auf ein Glas volltödlichen Giffts scheuhet sich dieser betriegerische Landstreicher und Quack-salber nicht/zuschreiben: Agua Vit. Wann er Jesum heißet/ SteinezuBrot machen / so muß dieses bey weitem nicht ein sündliches Miß-trauen auf Gottes Vorsehung/ sonder nur eine erforderte Vorsorgfürsich sechsten seyn. Wann er ihm zumuthet / sich ab der Zinnen desTempels hinunter zustürzen, so muß dieses nicht heißen/ Gott ver-suchen / sonder nur eine Probe seines Vertrauens auf ihn ablegen.

Wann er ihm gar besiedlet / vor ihm niederzufallen / und ihn an-zubaten/ so hat dieses den Namen nichtder Gotts-Verlaugnung/ son-der es ist einfältig ein presentes und kurtzes Mittel/ in der Welt glückse-lig zuwerden. Essen und Trincken / sich in Purpur und Seiden be-kleiden / und alle Tage herrlich und in Freuden leben / heißet in sei-?ue.nem Stylo/ Freude in Ehren haben ; der gottlosen Welt sich gleichstellen / sich in die Leuthe schicken. Die unbändige Passron und denkst- Rom-1- rten Brand des Ehr-Geitzes weißt er gar ordenlich für einen brennendenEifer und lauteres Feuer vom Himmel / eine Laodieeische Lauheit aberund Kaltsinnigkeit für die rechte Christliche Schlangen-KlugheituudMo-destie auszugeben. Nicht mehr in die Kirch / oder zum Abendmahl ge-hen / muß heißen aus Babel ausgehen / und sich seiner Sündennicht theilhafftig machen. Nichts als jenes thun/ und darneben dochdie schwehreen Stuck des Gesayes/ Gericht/ Barmherzigkeit/und Glauben unterlassen / sich als einen rechtschaffenen Christen auf-führen/ und es wol mit Gott und seiner Kirche meynen. Zudiesemallems Zweyter Theil. 1 Ec e komt