Band 
II. Tomus.
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1658
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386 Des'vollkomnesten Gebäts SechsteBitt:

komt noch dieses/ daß dieser Tausend-Künstler dieses alles so listig undheimlich treibet/ daß der versuchet Mensch nicht einmahl gedencket/daßder schwache Hollen-Geist im geringsten mit im Spiehl stye/ hingegenNeugestaltet er sich selber in einen eitelen Lichts-Engel. Sammael( d. i. der höllische Abweichen von Gott / wie die Juden so in ihrerSprach dlesen lätdigen Hollen-Geist nennen) erscheinet wie Samuel/mit der Bibel so z'reden unter dem Arm / und mit einem Spruch aus Got-tes Wort in dem Mund. Ist einer z. Ex. seiner Sünden wegen angft-hafftig / und seiner Seligkeit halber angefochten / so machet er ihm dieSach unmöglich mit so vielen Sprüchen der Heil. Schrift / die da lau-ten von Gottes Gerechtigkeit und Heiligkeit. Ist ein anderer allzusicherüber diesen Puncten und leichtsinnig / so machet er ihm dieses allesnoch leichter/ mit so vielen Sprüchen wiederum/ so da handeln von sei-ner Gnade und Barmhertzigkeit. Hat einer einen natürlichen Aberwillenab einem präcisen / und nach der Ernsthaftigkeit des Göttlichen Wortsselber eingerichteten Leben/ so muß ihm bald herhalten der Spruch Sa-lomons : Sey du nicht zuviel gerecht/oder gar zuklug: warumwüt du dich verderben ? Sey du auch nicht zuviel gottlos / undecel. 7 !i 7 .! 8 . nicht zutöhricht : warum wilt du ehezeit sterben? Hat er hinge-gen eine allzugroffe Neigung zu einem strengen Wesen/ so müssen her->.rheff5!-7 hMn andere Sprüche; Als: Batet ohne Unterlas. Niemandder da streitet/ flichtet sich in die Geschaffte dieses Lebens / aufTim.»: 4. daß er dem gefalle / der ihn zum Streiter angenohmen hat. Ichr.C»r.-:-7. bezähme meinen Leib / und zwinge ihn unter die Lnechtschafft.Gegen jenen muß mißbrauchet seyn das Exempel des Herren Jesu / vondem es heißet: Der Sohn des Menschen ist kommen/der isset undtrincket. Gegen diesen das Borbild Johannis/von dem stehet: Johan-Matth. II r nes ist kommen / und hat weder geesien/ noch getruncken. Machteiner viel Wercks vom Glauben/ und ist gesund in derLebrevon demselbi-gen / er suchet sie ihm verdächtig zumachen durch das Sprüchlein Jacobs:Gleichwie der Leib ohne den Geist tod ist / also ist auch der2«<>a r»«. Glaube ohne die wercke tod. Wünschet ein anderer / daß es miteinem bloß eingebildeten Glauben zur Seligkeit wäre ausgerichtet/und istlau und kaltsinnig zu guten Wercken/ so weißt er ihme ordenlich zu seinemVerderben zuvertrahen das sonst vorbündige Sprüchlein Pauli: AusGnaden seyt ihr selig worden/durch den Glauben/ unddasselbignicht aus euch. Es ist eine Gaabe Gottes : Nicht aus deneph,»r»wercken/ damit sich nicht jemand rühme. Kan er einen nicht mehrAürtzen in Gottlosigkeit und Sicherheit/so bemühet er sich/ihn zustürtzen